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Verein
Heimat- und Geschichtsverein für Heinade-Hellental-Merxhausen e.V.

Heimat- und Geschichtsverein für Heinade-Hellental-Merxhausen e.V.

Anschrift:
Sollinger Landstraße 15
37627 Heinade
Homepage:
Heimat- und Geschichtsverein für Heinade-Hellental-Merxhausen e.V. (zuletzt eingesehen am 20.01.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Der im Mai 2002 in der Mitgliedsgemeinde Heinade der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf im Landkreis Holzminden gegründete Heimat- und Geschichtsverein für Heinade-Hellental-Merxhausen e.V. (kurz HGV-HHM) hat sich gemäß seiner Vereinssatzung zum Ziel gesetzt, einerseits die Heimat- und Naturkunde, andererseits die bislang nur fragmentarisch erfolgte archäologische und historische Erforschung der Ortsteile Heinade, Hellental und Merxhausen zu fördern und deren Ergebnisse zu veröffentlichen.
Das Festjahr in Niedersachsen im Rückblick - Projekte:

Am 23. Januar 1808 wird in Merxhausen im Sollingvorland Ephraim Rothschild geboren. Die Familie Rothschild beeindruckt nicht nur durch erfolgreiche unternehmerische Tätigkeiten, sondern prägt auch das jüdische Leben in der Region. Nur wenige Spuren der Familie sind in Merxhausen heute noch vorhanden. Lediglich das ehemalige Wohnhaus, die Grundmauern des Kontor- und Lagerhauses sowie einige Sandsteinpfosten mit Initialen sind erhalten.

Auf dem jüdischen Friedhof ruhen die drei Brüder Julius, Salomon und Ephraim Rothschild, der als letzter verstirbt. Sie bleiben der Region als Betreiber eines Leinenhandels, der Waren aus heimischer Produktion deutschlandweit vertreibt, in Erinnerung.

Am Stadtrand von Merxhausen, in die Landschaft eingebettet, lädt der jüdische Friedhof zu einem Gang durch die Geschichte und Gegenwart ein. Er ist dabei ein typisches Beispiel für einen ländlichen Friedhof. In sicherer Entfernung zum Ort schmiegt er sich idyllisch in die Landschaft ein. Er ist errichtet auf einer brachliegenden, unwirtschaftlichen Fläche.

Der Heimat- und Geschichtsverein, der im Mai 2002 mit dem Ziel gegründet wird, die Gemeinde Heinade archäologisch, historisch, volkskundlich und kulturell zu erforschen sowie das natur- bzw. kulturlandschaftliche Erbe zu bewahren, gewährt im Festjahr durch öffentliche Vorträge, Besichtigungen und Exkursionen einen Einblick in das Leben der jüdischen Familie Rothschild. Die Vorträge am ehemaligen Wohnhaus der Familie beleuchten die einst vielfältige jüdische Kultur in Merxhausen. Die Führungen über den jüdischen Friedhof, die im Frühjahr 2022 stattfinden, erläutern nicht nur eine vielen unbekannte Begräbniskultur, sondern versuchen auch Interesse zu wecken und Unwissenheit zu nehmen.

Quellennachweis:
„Eintausendsiebenhundert Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Projekte zum Festjahr aus Niedersachsen“. Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Hannover, 2021. GBV
Vereinsziele sind dabei die archäologische, historische, volkskundliche und kulturelle Erforschung der Gemeinde Heinade mit ihren Ortsteilen Heinade mit Pilgrim, Hellental und Merxhausen sowie die Bewahrung des Natur- und kulturlandschaftlichen Erbes.

Die regionale Verbundenheit mit dem Weser-Leine-Bergland als heimatlichem Erfahrungs- und Zugehörigkeitsraum mit seiner geschichtlichen und kulturellen Tradition und Lebensform in Vergangenheit und Gegenwart soll vermittelt und gefördert werden, verwirklicht u.a. durch die Herausgabe vereinseigener Publikationen (z.B. Ortsfamilienbuch, Ortschronik, Dorf-Schriftenreihe), den Aufbau eines gemeinsamen Dorfarchivs und die fortlaufende inhaltliche Gestaltung der Webseite.

Die vielfach noch vorhandenen kulturhistorischen Elemente sollen mit denen des regionalen Tourismus unterstützend verbunden werden.

Der HGV-HHM unterstützt Maßnahmen, die der Erfassung und Bewahrung wertvoller Elemente der historischen Kulturlandschaft von Heinade, Hellental und Merxhausen förderlich und ihrer Erforschung dienlich sind.

Hierzu zählen auch archäologische und geschichtserforschende Aktivitäten, wie beispielsweise Geländeprospektionen, Ausgrabungen, Schutz und Konservierung archäologischer, historischer Bau- und Naturdenkmale, Sichtung und Sicherung historischen Quellengutes.

In Halbjahresprogrammen werden öffentliche Vorträge, Exkursionen, Ausstellungsbesuche und Fortbildungen angeboten, auch in Zusammenarbeit mit anderen regionalen Vereinen und Institutionen.

Schwerpunkte der Veranstaltungen sind geologische, archäologische, historische, volkskundliche, geographische, naturkundliche und ökologische Themenbereiche.

Archäologische und kulturgeschichtlich-volkskundliche Sammlungsbestände werden im Hisorischen Museum Hellental in zwei Ausstelungshäusernl präsentiert.

Quellennachweis:
Heimat- und Geschichtsverein für Heinade-Hellental-Merxhausen e.V. (zuletzt eingesehen am 09.02.2023)

Touristische Informationen // Datensätze, die Sie ebenfalls interessieren könnten

Literatur zur Einrichtung:
Heimat- und Geschichtsverein für Heinade-Hellental-Merxhausen e.V. (zuletzt eingesehen am 09.02.2023) https://hgv-hhm.de/verein.html, https://hgv-hhm.de/verein.html

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2023-01-13T11:05:47Z
Zuletzt geändert am:
2023-07-27T21:18:29Z
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Museum
Fußball Museum Springe - Sportsammlung Saloga e.V.

Fußball Museum Springe - Sportsammlung Saloga e.V.

Anschrift:
Hinter der Burg 1
31832 Springe
Homepage:
Fußball Museum Springe (zuletzt eingesehen am 20.01.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Das Museum „Sportsammlung Saloga“ ist ein eingetragener Verein, und dabei vollumfänglich ehrenamtlich und mit dem Ziel der Förderung von Kunst und Kultur geführt. Dieses Ziel wird durch die Dokumentation, Aufbereitung, Verwaltung und Bewahrung der „Sportsammlung Saloga“ verfolgt und geschieht durch die derzeit etwa 40 Mitglieder sowie einem vierköpfigen Vorstand.
Das Festjahr in Niedersachsen im Rückblick - Projekte:

Workshop: 1700 Tore

Über Jahrzehnte hat Peter Saloga seine ganze Freizeit, viel Geld und besonders sein „Herz“ investiert, um alles Mögliche und Unmögliche aus der Welt des Sportes zusammenzutragen. So entstand eine einzigartige, vielseitige und wertvolle Sammlung, die großartige Geschichten erzählt.

Aus dem traurigen Anlass des antisemitischen Anschlages auf die Synagoge in Halle und der wachsenden Angst weiterer rechtsterroristischer Angriffe in Deutschland entsteht unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sportsammlung Saloga e.V. der Wunsch sich gegen Antisemitismus zu engagieren. Das Festjahr 2021 erweist sich als ideale Plattform. So organisiert die Sportsammlung Saloga e.V. unter dem Titel „1700 Tore. Für Vielfalt, Demokratie und Toleranz – gegen Ausgrenzung und Rassimus“ von März bis Juli 2021 insgesamt siebenmal einen Kunstworkshop für Jugendliche.

In den Workshops diskutieren Jugendliche unterschiedlicher Religionszugehörigkeit und Herkunft über Artikel 1 des Grundgesetzes und definieren anhand ihrer Erkenntnisse, welche Werte der Sport, insbesondere der Fußball mit seiner Strahlkraft, transportieren muss, um gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus zu wirken.

Es entstehen daraus wundervolle kreative Bilder und Illustrationen, die die Ideen der Jugendlichen widerspiegeln. Alle Kunstwerke werden auf ein Fußballfeld geklebt, auf dem am 12. September 2021 ein interkulturelles Abschlussturnier – hoffentlich mit 1700 Toren – stattfindet.

Quellennachweis:
„Eintausendsiebenhundert Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Projekte zum Festjahr aus Niedersachsen“. Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Hannover, 2021. GBV
Etwa ab seinem 20. Lebensjahr hatte Peter Saloga (geb. 1943, gest. 2018) seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts seine ganze Freizeit, viel Geld, besonders aber sein “Sportlerherz” investiert, um alles Mögliche und Unmögliche aus der Welt des Sportes zusammen zu tragen.

In den Kellerräumen seines Wohnhauses in Springe entstand so eine einzigartige, vielseitige und wertvolle Sammlung von Sportutensilien mit den Schwerpunkten: Fußball (DFB/ national, z.B. Hannover 96 / international, insbesondere England) sowie unzähligen Sportberichten. Wer in den “Fußballkeller” kam, war tief beeindruckt, allerdings wegen der „besonderen Ordnung“ hilflos ausgeliefert. Der Einzige, der sich wirklich auskannte, war der “Oberfan” selbst. Aus gesundheitlichen Gründen musste sich Peter Saloga Anfang der 2000er Jahre über den weiteren Verbleib seiner Schätze Gedanken machen.

Das langfristige Fortbestehen dieses außergewöhnlichen Sammlerwerks konnte im September 2003 mit der Gründung eines Trägervereins gesichert und damit der Grundstein für den Umzug in die “Rote Schule” (ehemaliges Volksschulgebäude), der heutigen Heimat der „Sportsammlung Saloga e.V.“, gelegt werden.

Quellennachweis:
Museumshistorie Saloga Sportsammlung e.V. (zuletzt eingesehen am 26.06.2023)

Touristische Informationen // Datensätze, die Sie ebenfalls interessieren könnten

Literatur zur Einrichtung:
Museumshistorie Saloga Sportsammlung e.V. (zuletzt eingesehen am 26.06.2023) https://www.fussballmuseum-springe.de/verein/historie-2/, https://www.fussballmuseum-springe.de/verein/historie-2/

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2023-01-20T14:31:37Z
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Kulturelle Einrichtungen
Kulturhaus NIHZ Nordhorn

Kulturhaus NIHZ Nordhorn

Anschrift:
Mittelstrasse 13
48529 Nordhorn
E-Mail:
bobbyrootveld@gmail.com
Telefon:
+4931620019585
Ansprechperson:
Bobby Rootveld; Sanna van Elst
Homepage:
Kulturhaus NIHZ (zuletzt eingesehen am 27.02.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Im Kulturhaus NIHZ , dieses “Haus voll Kultur” an der Mittelstrasse 13 in Nordhorn, ist viel los! Konzerte, Kurse, Vorträge, Ausstellungen, Festivals, Masterclasses, Wettbewerbe und vieles mehr werden in nächster Zeit hier stattfinden. Mehrere Festivals sind geplant: Blockflöten Festival, Gitarren Festival, Jewish Music Festival. Auch werden Kurse von bekannten Musiker*innen angeboten und die Teilnahme ist bei alles offen für Spieler*innen jedes Niveaus. Es ist auch möglich als Zuhörer*in an einem Kurs oder Festival teil zu nehmen. Die Dozent*innen werden nicht nur unterrichten, sondern auch Konzerte, sowohl für die Kursteilnehmer*innen als auch für andere Gäste, anbieten.
Wir arbeiten daran! Bald finden Sie hier Infos.

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2023-02-27T15:43:34Z
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2023-07-28T07:25:19Z
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Verein
TUS Makkabi Osnabrück

TUS Makkabi Osnabrück

Anschrift:
In der Barlage 41
49078 Osnabrück
E-Mail:
info@jg-osnabrueck.de
Telefon:
+4954148420

Kurzbeschreibung

Die Geschichte der jüdischen Turn- und Sportvereine in Deutschland reicht bis ans Ende des 19. Jahrhunderts zurück. 1898 wurde in Berlin der erste Jüdische Turn- und Sportverein Bar Kochba gegründet. Die Bezeichnung Makkabi für einen Jüdischen Turn- und Sportverein in Deutschland erschien 1923 das erste Mal bei der Erstgründung vom FC Maccabi Düsseldorf. Den ersten Ortsverein führte der ehemalige Sportstudent Herr Max Loewy bis zur zweiten Maccabiah, bis er 1939 aufgelöst wurde.
Bis zur Machtergreifung der Nazis gab es etwa 90 Jüdische Sportvereine in ganz Deutschland.

Auf die Wiedereröffnung einzelner Makkabi-Vereine in Europa nach der Schoah, folgte 1961 ebenfalls die Wiedergründung des TuS Maccabi Düsseldorf (ehemals SC). Weitere Ortsvereine in Frankfurt und München etablierten ich in den Folgejahren. Wenige Tage nachdem Deutschland und Israel 1965 diplomatische Beziehungen aufgenommen hatten feierte die jüdische Sportbewegung in Deutschland am 23. Mai 1965 in Düsseldorf ihre Neugründung. Zum Präsidenten wurde damals Herr Werner Nachmann aus Karlsruhe ernannt. 1966 gab es bereits acht Vereine mit 1.000 Mitgliedern. Zum ersten Mal nach drei Jahrzehnten nahmen 1969/70 jüdische Sportler*innen aus Deutschland wieder an der Maccabiah teil.

Quellennachweis:
Makkabi (zuletzt eingesehen am 02.03.2023)

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Literatur zur Einrichtung:
Makkabi (zuletzt eingesehen am 02.03.2023) https://makkabi.de/ueber-uns/, https://makkabi.de/ueber-uns/

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2023-03-02T11:28:24Z
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2023-07-27T21:44:11Z
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Stiftung
Leo Trepp Stiftung

Leo Trepp Stiftung

Anschrift:
Am Kupfergraben 4
10117 Berlin
E-Mail:
info@leotrepp.org
Telefon:
+493085076304

Kurzbeschreibung

Die Stiftung ist eine gemeinnützige, unpolitische Einrichtung. Sie folgt keiner der religiösen Strömungen im jüdischen Leben. Sie steht für ein sich stets weiterentwickelndes Judentum – die jüdische Lehre, die Philosophen, Rabbiner und Gelehrte von Beginn an vertreten haben – angefangen bei den Verfassern der Mischna und Gemara über Solomon ben Isaac (Rashi) und Moses ben Maimon (Maimonides) über Samson Raphael Hirsch bis hin zu modernen Denkern wie Hermann Cohen, Franz Rosenzweig, Martin Buber, Mordecai Kaplan und Emmanuel Levinas. Die Stiftung steht, im Sinne ihres Namensgebers, für ein Judentum, das alle Menschen als gleichberechtigt anerkennt, unabhängig von Geschlecht, sexueller Identität und Orientierung, Ethnie, Hautfarbe und Religion. Sie geht davon aus und unterstützt das Ziel, dass Jüd*innen in Deutschland eine selbstbewusste jüdische Identität entwickeln und leben können auf die Weise, die für sie die richtige ist.
Die Leo Trepp Stiftung sieht den Staat Israel als jüdische Heimstätte und als einen Zufluchtsort an, zu dem die überwältigende Mehrheit der Jüd*innen weltweit eine besondere Beziehung hat. Ideell unterstützt die Stiftung alle Bemühungen, sowohl in Deutschland als auch in Israel, die Pluralität des Judentums zu stärken. Daneben soll und wird sie sich nach allen Kräften dafür einsetzen, das Wissen von Nichtjüd*innen über das lebendige Judentum, über jüdische Ethik und Kultur und über das Leben der Jüd*innen in Deutschland und im jüdischen Staat zu verbessern.

Die Stiftung möchte in Rabbiner Trepps Sinn dazu beitragen, das Judentum relevanter zu machen in der täglichen politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Juden sollen nicht vorrangig als Opfer wahrgenommen werden, sondern als Bürger*innen, die aus ihrer Religion, Ethik und Kultur heraus wichtige Beiträge zu gesamtgesellschaftlichen Fragen leisten können.

Neben der Vermittlung jüdischen Wissens stellt sich die Stiftung der Aufgabe, deutschen Bürger*innen die Geschichte Israels näherzubringen, wie auch das aktuelle Leben im jüdischen Staat. Darüber hinaus sollen die Instrumente der Stiftung, darunter diese Website helfen, die Erinnerung wachzuhalten an die Jüd*innen, die vor der Schoah in Deutschland lebten. Ihre Diversität, ihr intellektuelles Ringen um Antworten, auf welchen Feldern auch immer, ihr liberaler Patriotismus und das selbstverständliche Anwenden ihrer Religion und der jüdischen Ethik im Alltag, wie es besonders die neo-orthodoxen Jüd*innen praktizierten, können uns auch heute noch, und gerade wieder viel lehren.

Quellennachweis:
Leo Trepp Stiftung (zuletzt eingesehen am 06.03.2023)

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Verknüpfte Personen:
Literatur zur Einrichtung:
Leo Trepp Stiftung (zuletzt eingesehen am 06.03.2023) https://leotrepp.org/de/ueber-uns/wer-wir-sind-und-was-uns-antreibt-unsere-aufgabe, https://leotrepp.org/de/ueber-uns/wer-wir-sind-und-was-uns-antreibt-unsere-aufgabe

Administrative Angaben

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2023-03-06T09:29:40Z
Zuletzt geändert am:
2023-07-27T21:02:40Z
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2026-01-14T09:28:00+01:00

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Gewerbliche Einrichtungen
Simons of Hannover

Simons of Hannover

Anschrift:
Lister Kirchweg 67
30163 Hannover
E-Mail:
info@simonsofhannover.com
Telefon:
+491734683736

Kurzbeschreibung

Simons of Hannover ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das hochwertige koschere zertifizierte Spirituosen und koschere Obstbrände vertreibt, die in Deutschland nach traditioneller Methode handgefertigt werden – ohne künstliche und synthetische Zusatz- oder Konservierungsstoffe, frei von Aromaextrakten, frei von künstlichen Zuckerersatzstoffen und frei von GVO
Geschichte
Obstbrände haben in vielen europäischen jüdischen Familien eine lange und starke Tradition. Als jüdisch-deutsche Familie in der 10. Generation sind Simons of Hannover stolz, das erste koschere Produkt dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg aus Hannover, Deutschland, vorstellen zu dürfen. Alle Spirituosen werden in begrenzten Mengen von einem erfahrenen Destillateur in einer örtlichen kleinen Brennerei handgefertigt und verwenden ausschließlich Früchte von höchster Qualität, die von Hand sortiert, gereinigt und geprüft werden. Jeder der Spirituosen wird in einer einzigartigen Flasche geliefert, die von Hand abgefüllt und von Hand abgefüllt wurde gekennzeichnet. Alle unsere Produkte sind frei von jeglichen künstlichen und synthetischen Zusatz- oder Konservierungsstoffen, frei von Aromaextrakten, frei von künstlichen Zuckerersatzstoffen und frei von GVO. Simons of Hannover koschere Spirituosen und koschere Obstbrände werden unter der Aufsicht von Rabbiner Levi Gottlib hergestellt (Hannover). Alle unsere Produkte sind koscher – Mehadrin.

Simons von Hannover
Simons of Hannover ist nach Israel Simon (1807–1883) und Alexander Moritz Simon (1837–1905) benannt. Beide Simons waren bedeutende jüdische Persönlichkeiten aus Hannover.

Israel Simon (1807–1883)
Israel war der führende Bankier Hannovers und einer der reichsten Männer im damaligen Königreich Hannover. Israel war der vertrauenswürdigste Finanzberater und Bankier des letzten Königs von Hannover – König Georg V. In den Jahren 1857–59 baute er in Hannover einen Palast – das Palais Simon. Nach 1866 wurde das Palais Simon von verschiedenen Institutionen genutzt. Im 20. Jahrhundert wurde das Schloss bei den Luftangriffen auf Hannover schwer beschädigt und später abgerissen. Israel hatte wiederholt Spenden sowohl an die Stadt Hannover als auch an die örtliche jüdische Gemeinde geleistet. Zu diesen großzügigen Schenkungen gehörte beispielsweise der Simonsplatz (nach ihm benannt), wo er einen Brunnen für die Stadt und ein Waisenhaus für jüdische Jungen in Hannover stiftete.

Alexander Moritz Simon (Moses Simon) – (1837-1905)
Alexander (Moses ) war ein führender Bankier in Hannover, Deutschland. Zu den vielen lokalen Wahrzeichen, die er finanzierte und baute, gehörten beispielsweise das berühmte Parkhaus in der Nähe der Herrenhäuser Gärten und die Gartenbauschule in Hannover-Ahlem, die heute als Mahnmal für die im 2. Weltkrieg zerstörte deutsch-jüdische Gemeinde dient.

Quellennachweis:
Simons of Hannover (zuletzt eingesehen am 15.05.2023)

Touristische Informationen // Datensätze, die Sie ebenfalls interessieren könnten

Literatur zur Einrichtung:
Simons of Hannover (zuletzt eingesehen am 15.05.2023) https://simonsofhannover.com/our-products/, https://simonsofhannover.com/our-products/

Administrative Angaben

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2023-05-15T10:53:07Z
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2023-07-27T21:43:50Z
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Synagoge
Synagoge Norderney

Synagoge Norderney

Anschrift:
Schmiedestraße 6
26548 Norderney

Kurzbeschreibung

Die Synagoge in Norderney war 1878 dank Spenden wohlhabender jüdischer Badegäste errichtet worden. Sie wurde bis 1933 als solche genutzt. Jahre später wurde sie von einem Geschäftsmann gekauft, der hier einen Lagerraum einrichtete.
Baugeschichte:
erbaut: 1878 - 1878
Zur Geschichte der Synagoge

Seit Ende der 1850er-Jahre gab es in der Restauration von Abraham van der Wall einen Betraum. 1859 findet sich in seinen in jüdischen Periodika erscheinenden Werbeanzeigen erstmals die Bemerkung: "Auch ist ein passendes Betlokal, versehen mit einer Tora, hergerichtet."

In den 1870er-Jahre gab es unter den jüdischen Kurgästen Bestrebungen, eine Synagoge zu erstellen. 1874 gab es ein erstes Gesuch mehrerer Juden an das Finanzministerium in Berlin zur Förderung des Baues einer Synagoge auf Norderney für die das dortige Seebad besuchenden Juden. Man wollte dafür ein Grundstück zur Verfügung gestellt bekommen. Das Gesuch wurde jedoch abgelehnt. 1877 wurde ein Komitee zur Beförderung des Synagogenbaus gebildet, das unter dem Vorsitz von Kaufmann Moritz Bargebuhr aus Harburg sowie von Dr. David Rosin aus Breslau (Dozent am Jüdisch-Theologischen Seminar in Breslau) stand.

Die Bemühungen des Komitees führten dieses Mal - jedoch erst nach Überwindung zahlreicher bürokratischer Hindernisse - zum Erfolg. Die Hauptschwierigkeit war, dass Norderney nicht den Status eines selbständigen jüdischen Gemeinde hatte. Im Laufe des Jahres 1878 konnte die Synagoge dann erbaut und am 9. August 1878 in Anwesenheit von Justizminister Dr. Adolf Leonhardt aus Berlin eingeweiht werden.

Einweihung der Synagoge (1878)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 27. August 1878: "Von der ostfriesischen Insel Norderney wird unterm 9. dieses Monats berichtet: Das alltäglich auf 'hübsche Wellen' und 'schönes Bad' konzentrierte Interesse der Badegäste war heute von einer hier nicht oft vorkommenden öffentlichen Feier in Anspruch genommen. Es wurde der durch ausdauerndes Bemühen der Herren Bargebour (sc.: Bargebuhr) in Harburg und Dr. Rosin in Breslau zur Vollendung gebrachte Tempel für israelitische Kurgäste festlich eingeweiht. Von dem kleinen, aus Ziegeln zierlich ausgeführten, mit grünem Laubgewinde geschmückten Gebäude erwartete eine zahlreiche Versammlung die Ehrengäste, nach deren Erscheinen Herr Bargebour die Feier mit einer kurzen Ansprache und Überreichung des Tempelschlüssels an den Landrat eröffnete. Letzterer reichte den auf einem Kissen ruhenden Schlüssel dem Landdrost, welcher mit den Worten: 'Im Namen des Staates und des Kaisers übergebe ich dieses Haus seiner Bestimmung zur Erhebung der Herzen' das Tempeltor erschloss und den Justizminister Dr. Leonhardt zum Eintritt einlud. die ihm zugedachte Funktion der Tempel-Erschließung hatte Herr Dr. Leonhardt mit der launigen Bemerkung: 'Ich bin von der Justiz' abgelehnt. Die zur Tempelweihe vorgebrachten Choralgesänge wurden von Mädchen gut ausgeführt und von dem hiesigen Küster lobenswert dirigiert. Die Festpredigt hielt der Seminardirektor Dr. Prager aus Hannover; das Schlussgebet für die Kaiserfamilie und Staatsbehörden sprach Dr. Rosin. Der Justizminister, der Landdrost, sowie die anderen Vertreter der Behörden waren mit ihren Orden geschmückt. Der hiesige Pastor Herr Rodenbeck allein verweigerte seine Teilnahme an dem Feste, welchem beizuwohnen - wie er erklärte - seinem evangelischen Gewissen widerstreitet.
(Wir maßen uns nicht an, besser als Pastor Rodenbeck zu wissen, was ein 'evangelisches Gewissen' sei. Da wir aber obiger Feier so viele gute evangelische Christen anwohnen sahen, so dürfen wir schließen, dass es mehrere 'evangelische Gewissen' gibt; z.B. ein verknöchertes und ein humanes, wohlwollendes, welches letztere mit Jesus das mosaische Gesetz: 'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst' (3. Mose 19.18) als das höchste anerkennt. Redaktion)."

Gottesdienste fanden in der Synagoge nur während der Kurzeit (Mai bis September) statt. In den vorliegenden Berichten wird hervorgehoben, dass sogar zweimal täglich Gottesdienst abgehalten wurde und es mit dem Minjan (zehn jüdischer Männer beim Gottesdienst) keine Probleme gab.

Nach 1933 konnten mit dem erzwungenen Ausbleiben der jüdischen Kurgäste keine Gottesdienste mehr in der Synagoge abgehalten werden. Das Gebäude wurde am 11. Juli 1938 für 3.500 RM an einen nichtjüdischen Eisenwarenhändler verkauft und entging dadurch der Zerstörung beim Novemberpogrom 1938. Das Gebäude wurde daraufhin zu einem Lagerraum umgebaut.

Nach 1945 wurde das Synagogengebäude als Diskothek, argentinisches Steakhaus und später als italienisches Restaurant zweckentfremdet. Seit April 2000 ist im Gebäude ein Restaurant für regionale Spezialitäten untergebracht (Restaurant "de Leckerbeck", Website). Durch mehrere Umbauen ist nur die nördliche Mauer des Gebäudes im ursprünglichen Zustand erhalten.

Seit 1996 befindet sich - auf Grund einer Initiative der Evangelischen Jugend von Norderney - eine Gedenktafel an der Fassade mit der Inschrift: "Ehemalige Synagoge (1878-1933). Dieses Gebäude wurde als Bethaus für jüdische Bürger und Gäste errichtet. Im Juli 1938 verkauft, entging es der Zerstörung in der Pogromnacht vom 09. November des Jahres. Zur Erinnerung und zum Gedenken."

Auf der Website des gegenwärtigen Eigentümers des Restaurants in der ehemaligen Synagoge wird an die Geschichte des Hauses in angemessener Weise erinnert.

Quellennachweis:
Alemannia Judaica (zuletzt eingesehen am 15.05.2023)

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Literatur zur Einrichtung:
Alemannia Judaica (zuletzt eingesehen am 15.05.2023) http://www.alemannia-judaica.de/norderney_synagoge.htm#Zur%20Geschichte%20der%20Synagoge, http://www.alemannia-judaica.de/norderney_synagoge.htm#Zur%20Geschichte%20der%20Synagoge

Administrative Angaben

Datensatz erzeugt:
2023-05-15T11:16:09Z
Zuletzt geändert am:
2023-07-27T21:34:50Z
In Portal übernommen am:
2026-01-14T09:28:00+01:00

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Galerie
Syker Vorwerk

Syker Vorwerk

Anschrift:
Waldstraße 76
28857 Syke
Öffnungszeiten:
Mittwoch, Samstag und Neujahr: 14:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag und weitere Feiertage: 11:00 bis 18:00 Uhr
* ausgenommen Heiligabend und Silvester
E-Mail:
info@syker-vorwerk.de
Telefon:
+494242577410
Anreise:
Das Syker Vorwerk liegt am östlichen Rand des Ortsteils Syke der Stadt Syke (Richtung OT Schnepke) direkt am Waldgebiet Syker Friedeholz, welches Sie in jeder Jahreszeit zu einem wunderschönen Spaziergang einlädt.
Homepage:
Syker Vorwerk (zuletzt eingesehen am 17.01.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Die Geschichte des Syker Vorwerks geht zurück auf ein landwirtschaftliches Vorwerk, welches 1580 am Friedeholz in Syke gegründet wird. Damals hat es die Aufgabe, die Besatzung des Syker Schlosses, eine zweigeschossige Wasserburg mit Burggraben, zu versorgen. Bis ins Jahr 2002 dient das Amtshaus auf dem Vorwerk den jeweiligen Amtmännern, Landräten und zuletzt Oberkreisdirektoren und deren Familien als Wohnsitz. Zum 1. Januar 2002 wird das Amtshaus vom Landkreis Diepholz auf die Gemeinnützige Stiftung Kreissparkasse Syke übertragen. Nach langer Sanierungs- und Renovierungsphase folgt im Herbst 2007 die Eröffnung unter dem Namen „Syker Vorwerk“. In den ersten Jahren wird die inhaltliche Konzeption vom Kreismuseum Syke gesteuert, mittlerweile ist das Syker Vorwerk personell eigenständig.

Als Zentrum für zeitgenössische Kunst zeigt das Vorwerk wechselnde Ausstellungen mit regionalen, nationalen und internationalen Künstler*innen in Form von Gruppen- und Einzelausstellungen. Das Vorwerk gibt damit Einblick in die vielfältigen Strömungen zeitgenössischer Kunst.
Das Festjahr in Niedersachsen im Rückblick - Projekte:

Unter der Bezeichnung „Auf ins Kaff“ nimmt sich das Syker Vorwerk dem Thema des jüdischen Lebens auf dem Land, insbesondere im Landkreis Diepholz und speziell in Syke bis zum Jahr 1945 an. Bereits der Titel macht deutlich, dass unser Alltag bis heute durchdrungen ist von der jüdischen Kultur. Die deutsche Sprache hat viele Ausdrücke aus dem Hebräischen entlehnt, die meisten davon über die Vermittlung des Jiddischen. Der Begriff „Kaff“ ist von dem hebräischem Wort „kfar“ abgeleitet. Er bedeutet Dorf.

Der Titel der Ausstellung, die vom 17. Oktober bis zum 26. Dezember 2021 zu sehen ist, soll als Zuruf an die Künstler*innen sowie an die Besucher*innen zu verstehen sein. Eine Einladung, das vermeintliche „Kaff“ zu besuchen und die Perspektiven auf das jüdische Leben, die jüdische Geschichte und Kultur zu erhalten.

Neben der Ausstellung, in der die Künstler*innen Hadas Amster, Daniel Laufer, Dana Levy, Michaela Melián, Sala-Manca und Ali Shrago-Spechler vertreten sind, finden Konzerte, Filmvorführungen und ein Puppentheater statt. Zudem werden Gästeführungen zum jüdischen Friedhof oder zu den Stolpersteinen angeboten. Ein weiteres Projekt ist der vom 18. bis 22. Oktober 2021 organisierte Filmworkshop für Jugendliche ab 13 Jahren. Zusammen mit den Künstler*innen Yana Lemberska und Daniel Laufer erproben die Jugendlichen unterschiedliche Filmtechniken, die die Künstler*innen bei ihren Arbeiten selbst verwenden. Daneben führen Lemberska und Laufer die Jugendlichen in die Sprache des Films ein und geben ihnen natürlich die Möglichkeit mit analogen Filmtricktechniken zu experimentieren, so dass am Ende des Workshops ein gemeinsamer Film entsteht.

Auf ins Kaff
Im ländlichen Raum von Niedersachsen ist der Begriff Kaff gebräuchlich, um ein kleines Dorf – in einem abwertenden Sinne – zu bezeichnen. Dabei ist vermutlich fast niemandem, der das Wort verwendet, bekannt, dass sich der Begriff von dem hebräischen Wort kfar (oder kephar) ableitet. Die deutsche Sprache hat viele Ausdrücke aus dem Hebräischen oder Jiddischen entliehen. Alle benutzen die Beschreibungen „kess“ oder „meschugge“. Und wer kennt nicht den „Ganoven“ oder die „Ische“? Ohne es zu merken, findet sich jüdische Kultur auch im Alltag von nicht-jüdischen Personen wieder.

Um die Augen zu öffnen für das unbewusste Vorhandensein jüdischer, aber auch antisemitischer Elemente im alltäglichen Leben, hat das Syker Vorwerk von Oktober bis Dezember 2021 eine ungewöhnliche Ausstellung an künstlerischen Installationen von unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern präsentiert.

Während sich die Kunstwerke hauptsächlich auf Leerstellen der jüdischen Geschichte und Biographien in Syke konzentrierten, um sie zu rekonstruieren bzw. darzustellen und der Frage nachzugehen, was „übriggeblieben“ ist, setzt sich der Künstler Daniel Laufer mit Syke durch Sprache auseinander. In seiner Videoinstallation „The Garden“ untersucht er eine Geschichte aus dem Babylonischen Talmud. Darin begeben sich vier Personen auf eine Reise nach Pardes. Das hebräische Wort steht für Park und ist verwandt mit Paradies. Die Pflanzen, die in dem Werk von Laufer erscheinen, werden auch mit Beinamen Judenbeere (Frucht der Physalis), Judenkirsche (Hagebutte) und Judenkraut (Gemeine Schafgarbe) genannt. Die Verwendung dieser Begriffe verweist allerdings nicht auf eine besonders gute Pflanzenkenntnis, sondern auf den unterschwellig gebräuchlichen Alltagsantisemitismus, der unbeachtet fortexistiert.

Quellennachweis:
„Eintausendsiebenhundert Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Projekte zum Festjahr aus Niedersachsen“. Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Hannover, 2021. GBV
Im Herbst 2007 wurde das Ensemble unter dem Namen „Syker Vorwerk“ nach einer langen Sanierungs- und Renovierungsphase der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In den ersten Jahren wurde die inhaltliche Konzeption vom Kreismuseum Syke gesteuert, mittlerweile ist das Syker Vorwerk personell eigenständig.

Als Zentrum für zeitgenössische Kunst zeigen wir wechselnde Ausstellungen mit nationalen und internationalen sowie regionalen Künstler*innen in Form von Gruppen- und Einzelausstellungen und geben somit Einblick in die vielfältigen Strömungen zeitgenössischer Kunst.

Die ehemalige Wohnung im Kutscherhaus beherbergt seit 2005 das Bauernhausarchiv der Grafschaften Hoya und Syke und die ehemaligen Pferdeställe dienen seit 2010 als Magazin für die Kunstsammlung des Vorwerks. Ende 2010 hat die Stiftung das zum Komplex gehörige Brauhaus/Forstamt erworben, in welchem seit 2013 der Verein Freies Aktives Lernen Syke e.V. mit einer Montessori-Schule beheimatet ist.

Quellennachweis:
Syker Vorwerk (zuletzt eingesehen am 26.062023)

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Literatur zur Einrichtung:
Syker Vorwerk (zuletzt eingesehen am 26.062023) https://www.syker-vorwerk.de/de/syker-vorwerk/geschichte.html, https://www.syker-vorwerk.de/de/syker-vorwerk/geschichte.html

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Verein
Piesberger Gesellschaftshaus e.V.

Piesberger Gesellschaftshaus e.V.

Anschrift:
Glückaufstraße 1
49090 Osnabrück
E-Mail:
info@piesberger-gesellschaftshaus.de
Telefon:
+495411208888
Homepage:
Piesberger Gesellschaftshaus (zuletzt eingesehen am 17.01.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Im Zuge der Anbindung der Stadt Osnabrück an das Eisenbahnnetz im Jahr 1855 wird der Piesberg zu einem attraktiven Ausflugsziel. Es entsteht ein „Restaurationsgebäude“, in dem neben einem normalen Gaststättenbetrieb, auch größere Feste und Veranstaltungen stattfinden. So etabliert sich damals bereits das Gesellschaftshaus als Kulturstätte am nordwestlichen Stadtrand Osnabrücks.
Das Festjahr in Niedersachsen im Rückblick - Projekte:

Im Festjahr bietet das Piesberger Gesellschaftshaus zwei besondere Konzertattraktionen.

Am 12. Juni 2021 nimmt Akampita Steiner ihr Publikum mit auf eine schillernde musikalische Reise: auf sephardische Musik aus Andalusien folgt Klezmer. Die Poesie des 20. Jahrhunderts, vertreten durch Alfred Mombert, Erich Mühsam und Else Lasker-Schüler, wird von der Sängerin vertont. Dabei lässt Akampita Steiner Gitarre, Flöten, Gesang und Rezitation erklingen. So treffen minimalistische Klangstrukturen mit klassischem Hintergrund auf eine ausdrucksstarke Chansonstimme mit folkloristischen Anklängen. Mit dem Ziel verschiedene Kulturen zusammenzubringen, singt Akampita Steiner unter anderem in deutscher, französischer, katalanischer und hebräischer Sprache und verwendet exotische Instrumente. Ihre Kompositionen berühren, hypnotisieren und verwandeln ein Konzert in eine Schönheit aus Melodien und Poesie.

Die Grenzgänger, bestehend aus Frederic Drobnjak an der Gitarre, Felix Kroll am Akkordeon und Annette Rettich am Cello sowie dem Gesang von Michael Zachcial, spielen am 06. November 2021 Lieder aus der wechselvollen deutsch-jüdischen Geschichte, vom Widerstand, den Lagern und Gefängnissen des deutschen Faschismus. Sie folgen den Spuren von Inge Lammel, die 1939 als junges Mädchen mit einem Kindertransport aus Nazi-Deutschland flieht, in der DDR Lieder aus dem Widerstand sammelt und später das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommt. Darüber hinaus interpretieren sie Fundstücke aus der Sammlung demokratischer Volkslieder von Wolfgang Steinitz, der aus einer jüdischen Familie aus Breslau stammend zu einem der wichtigsten Wiederentdecker verschütteter sozialkritischer Volksliedtraditionen in Deutschland und und zum Wegbereiter des deutschen Folk-Revivals in BRD und DDR wird.

Quellennachweis:
„Eintausendsiebenhundert Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Projekte zum Festjahr aus Niedersachsen“. Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Hannover, 2021. GBV
Über viele Jahrzehnte handelt es sich um ein beliebtes Ausflugsziel bis in den 1970er Jahren der Gaststättenbetrieb eingestellt wird. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wird das Gesellschaftshaus der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht und durch den 1994 gegründeten Piesberger Gesellschaftsverein mit neuem Leben erfüllt. Das Piesberger Gesellschaftshaus ist heute eine besondere Kultureinrichtung, in der Veranstaltungen, wie Theaterinszenierungen oder Musikimprovisationen angeboten werden.

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Religiöse Einrichtungen
Jüdische Kultusgemeinde im Landkreis Schaumburg e.V.

Jüdische Kultusgemeinde im Landkreis Schaumburg e.V.

Anschrift:
Bahnhofstraße 41
31542 Nenndorf
E-Mail:
gemeinde04@gmail.com
Telefon:
+4957239876666
Ansprechperson:
Frau Jalowaja
Homepage:
Jüdische Kultusgemeinde im Landkreis Schaumburg e.V. (zuletzt eingesehen am 02.03.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

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Religiöse Einrichtungen
Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont e.V.

Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont e.V.

Anschrift:
Loewenserstraße 9A
31812 Bad Pyrmont
E-Mail:
gembp@gmx.de
Telefon:
+495281163505
Ansprechperson:
Klara Behnke und Alla Barska
Homepage:
Liberale Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont (zuletzt eingesehen am 02.03.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Die Liberale Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont entstand in der ersten Hälfte des Jahres 1997. Die Gemeinde zählte damals nur wenige Mitglieder, fast ausschließlich Migrant*innen aus der ehemaligen Sowjetunion. Aber die Zahl der Mitglieder wuchs schnell. Die Gemeinde entschied sich schon bald für eine religiös liberale Ausrichtung.
Die Hauptaufgaben der Gemeinde bestehen aus:

Geschichts- und Religionsunterricht
Integration der Migranten in die deutsche Gesellschaft
Soziale Programme
Jüdische Erziehung

Als die Gemeinde im Jahr 2001 ihre eigenen angemieteten Räumlichkeiten erhielt, konnte sie die Arbeit in den oben genannten Bereichen voll entfalten. Ein glanzvoller und unvergesslicher Moment im Leben der Gemeinde, der den Status als selbständige Einheit in der liberalen jüdischen Bewegung festigte, war die Übergabe einer Thorarolle im Juli 2004 bei der alljährlichen Tagung der Union progressiver Juden in Deutschland an die Gemeinde. Diese Rolle wurde, um sie vor den Nazis zu retten, in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus Europa nach Südamerika gebracht. Dort wurde sie bis zur Übergabe an die Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont in Buenos Aires/Argentinien von einer liberalen Gemeinde verwahrt.

Weiterhin müssen jedoch immer noch größere Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen, Jüdische Feiertage, Konzerte in den Räumen der katholischen Kirche in Bad Pyrmont stattfinden, die diese der Gemeinde dann freundlicherweise zur Verfügung stellen.

Eine Bibliothek und eine Videothek wurden in der Gemeinde eingerichtet, darüber hinaus konnte eine Sozialarbeiterin eingestellt werden. Das Gemeindeleben bekam so einen geregelten Lauf sowie eine gute Infrastruktur. Es entstand eine feste Verbindung und Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Hameln.

Außerdem nimmt die Gemeinde aktiv an allen Veranstaltungen der Union progressiver Juden in Deutschland teil.

Seit 2010 erfährt die Gemeinde auch regelmäßige Betreuung durch einen Rabbiner. Er leitet die Feiertage sowie den Kabbalat Schabbat und den Schacharit am Schabbat einmal pro Monat. Ansonsten wird die Gemeinde seit vielen Jahren religiös durch ein entsprechend geschultes Mitglied unterstützt. Auch Seminare über die Jüdische Religion und über die Jüdische Geschichte und ihre Traditionen werden von diesem geleitet.

Die Vorsitzende der Gemeinde organisiert Reisen durch Deutschland. Weiterhin gibt es eine pädagogische Betreuung für Kinder sowie eine Schach- und Mathematikschule. Von großer Beliebtheit sind auch das Sonntagskaffee, der Videoclub, Vorträge über Kunst und weitere kulturelle Veranstaltungen.

Quellennachweis:
Liberale Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont (zuletzt eingesehen am 02.03.2023)

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Literatur zur Einrichtung:
Liberale Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont (zuletzt eingesehen am 02.03.2023) http://www.liberale-juden-nds.de/24-0-Gemeinde-Bad-Pyrmont.html, http://www.liberale-juden-nds.de/24-0-Gemeinde-Bad-Pyrmont.html

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Kulturelle Einrichtungen
Stella's Morgenstern

Stella's Morgenstern

Anschrift:
Tycho-Brahe Weg 40b
22043 Hamburg
E-Mail:
info@stellajuergensen.de
Ansprechperson:
Stella Jürgensen
Homepage:
Stella's Morgenstern Homepage (zuletzt eingesehen am 05.02.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Gesangs- und Instrumental-Duo
Das Festjahr in Niedersachsen im Rückblick - Projekte:

Der deutsche Volksdichter Heine und der griechische Komponist Manos Hadjidakis haben mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt: Beide waren Exilanten, Kosmopoliten und überzeugte Europäer. Heine machte aus der Alltagssprache Lyrik. Hadjidakis führte Rembetiko, „den politischen Blues Griechenlands“ in die zeitgenössische Kultur ein. Heines Texte und Hadjidakis’ Lieder sind in unzählige Sprachen übersetzt. Einen multilingualen Ansatz verfolgt auch das Ensembe „Stella‘s Morgenstern“ mit seinen Heine-Vertonungen. Die Herkunft der Musiker*innen reicht von Deutschland über Chile und Zypern, Ägypten bis nach Israel. Dazu mischen sie unterschiedlichste Stile, denn sie denken ihre Musik jenseits nationaler Grenzen und Nationalstaaten. Die Sängerinnen Gwen Leo-Allen (GB/DE) und Stella Tzianiou (GR/DE) haben sich intensiv mit Hadjidakis‘ Werk auseinandergesetzt und kooperieren erstmals mit Stella‘s Morgenstern. In der Begegnung mit Heine und Hadjidakis beziehen die Musiker am 20. November 2021 klar Position für Europa, gegen Ausgrenzung und Rassismus. Für dieses Konzerterlebnis werden erstmals Lieder von Hadjidakis auf Jiddisch uraufgeführt, die jiddischen Übersetzungen hat Daniel Kahn extra für diesen Anlass verfasst. Außerdem werden Heine und Hadjidakis auf Hebräisch, Deutsch, Englisch, Griechisch, Türkisch, Spanisch und natürlich auf Jiddisch gesungen.

Quellennachweis:
„Eintausendsiebenhundert Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Projekte zum Festjahr aus Niedersachsen“. Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Hannover, 2021. GBV
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Bildungseinrichtungen
Jehi `Or. Jüdisches Bildungswerk für Demokratie - gegen Antisemitismus gUG (haftungsbeschränkt)

Jehi `Or. Jüdisches Bildungswerk für Demokratie - gegen Antisemitismus gUG (haftungsbeschränkt)

Anschrift:
Reichensteiner Weg 33
14195 Berlin
E-Mail:
info@jbda.de
Telefon:
+49302453 6161
Homepage:
Jehi `Or. Jüdisches Bildungswerk für Demokratie - gegen Antisemitismus gUG (haftungsbeschränkt) (zuletzt eingesehen am 19.07.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Ein Jüdisches Bildungswerk

Die »Jehi ʼOr« Jüdisches Bildungswerk für Demokratie – gegen Antisemitismus gUG (haftungsbeschränkt) ist ein jüdischer Träger für politische Bildung, Prozessbegleitung, Beratung und Information. Sie ist dem Ziel verpflichtet, das demokratische Gemeinwesen und das bürgerschaftliche Engagement für die Werte und Normen des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland zu stärken sowie Antisemitismus, Rassismus und anderen Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegen zu wirken.

Diesem Ziel liegt nicht zuletzt das Anliegen zugrunde, das Fundament und den Rahmen für ein gesellschaftliches Zusammenleben zu bewahren und zu entwickeln, das jüdisches Leben und seine Entfaltung in gleichberechtigter Freiheit und Sicherheit in der Mitte Europas ermöglicht. So bedeutet das aktive Eintreten für die Normen und Werte der rechtsstaatlichen und freiheitlichen Demokratie zugleich, dem Antisemitismus als Angriff auf die Unantastbarkeit der Menschenwürde, auf das Verbot der Diskriminierung – insbesondere aufgrund der Abstammung bzw. rassistischer Zuschreibungen, der ethnischen Herkunft oder Zugehörigkeit und der Religion oder Weltanschauung – sowie auf das Recht auf Glaubens-, Gewissens- und Religionsfreiheit entgegenzutreten.

Mit dem aktiven Eintreten für aufgeklärt-humanistische Wertebasis der freiheitlichen Demokratie und der pluralistischen Bürgergesellschaft geht die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus als irrationale antimodernistische „Welterklärung“ einher. Dabei achtet die Jehi ʼOr JBDA gUG in ihrer Arbeit zur Verteidigung, Förderung und Entwicklung des freiheitlich-demokratischen Gemeinwesens drauf, dass jüdische Perspektiven angemessen berücksichtigt werden.
Modellprojekt Tikkun - Wertebildung und Kompetenzförderung: für Menschenwürde und Demokratie

Tikkun« heißt „Wiederherstellung“, „Instandsetzung“, „Heilung“ oder „Besserung“, (der Welt – tikkun olam). Der Projekttitel bedeutet „Wandel zum Besseren“ –durch verantwortliche Mitgestaltung des Zusammenlebens der Menschen nach Maßgabe von Recht, Wahrheit und Frieden.

Dieser Wandel braucht mündige Menschen, die fähig sind, Ideologien der Ungleichheit, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie autoritären Orientierungen und zur Gewaltherrschaft strebenden Lehren entschieden entgegenzutreten. Es bedarf mündiger Bürgerinnen und Bürger, die das politische und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Menschenwürde, der Freiheit und der Gleichberechtigung, der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, des Friedens und im Einklang mit der Natur und der Umwelt aktiv mitzugestalten.
Die hierzu notwendigen Kompetenzen sollen Angebote politischer Jugendbildung fördern – nämlich indem sie an den Interessen junger Menschen anknüpfen, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement anregen.

Diesem Ziel ist auch das Projekt »Tikkun« verpflichtet. Es stellt diese positive Zielsetzung unter Berücksichtigung jüdischer Perspektiven in den Mittelpunkt seines Ansatzes.

Quellennachweis:
Modellprojekt Tikkun. Jehi `Or. Jüdisches Bildungswerk für Demokratie - gegen Antisemitismus gUG (haftungsbeschränkt) (zuletzt eingesehen am 19.07.2023)

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Literatur zur Einrichtung:
Modellprojekt Tikkun. Jehi `Or. Jüdisches Bildungswerk für Demokratie - gegen Antisemitismus gUG (haftungsbeschränkt) (zuletzt eingesehen am 19.07.2023) https://www.jbda.de/tikkun.html, https://www.jbda.de/tikkun.html

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Kulturelle Einrichtungen
Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte e.V.

Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte e.V.

Anschrift:
Schatthausstraße 31
26736 Krummhörn
E-Mail:
info@lak.de
Telefon:
+49269265777
Homepage:
Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte (zuletzt eingesehen am 09.02.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Seit 39 Jahren ist die Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte im Landkreis Aurich und in der Gemeinde Krummhörn und der Gemeinde Hinte als gemeinnütziger Kulturverein aktiv. Zum Angebot der Ländlichen Akademie gehören diverse Musikgruppen, Kunst- und Kreativprojekte, aber auch Theatergruppen.
Das Festjahr in Niedersachsen im Rückblick - Projekte:

Jährlich erarbeitet der Kulturverein zwei Großprojekte, an denen bis zu 150 Menschen mitwirken. Für das Festjahr 2021 hat die Akademie ein besonderes Theaterstück über den jüdischen Widerstandskämpfer Max Windmüller entwickelt.

Der 1920 in Emden geborene Max Windmüller rettet während des Naziregimes vielen jüdischen Menschen das Leben und muss seines dafür hergeben. Mit nur fünfundzwanzig Jahren stirbt er, kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges. Er hinterlässt seine Geschichte, seine Gedanken, seine Ideale und seinen Mut.

In dem Projekt „Der Hoffnung verpflichtet“ erzählt die Laientheatergruppe der Ländlichen Akademie Krummhörn-Hinte die dramatischen Stationen seines Lebens, lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer teilhaben an seinen persönlichen Gedanken und versucht damit, dem Menschen Max Windmüller näher zu kommen und für eine kurze Zeit in seinen Spuren zu gehen.

Das Theaterstück, welches von Christine Schmidt in Erinnerung an Klaus Meyer-Dettum inszeniert wird, erzählt die Geschichte einer Theatergruppe. Inhaltlich sehen die Zuschauer*innen ein Regieteam, einen Chor, eine Band und sechszehn sich vorher unbekannte Schauspielerinnen und Schauspieler, die für ein Rezitationsprojekt aufeinandertreffen und gemeinsam beginnen zu arbeiten.

An dieser Stelle verbindet sich die Geschichte mit der Gegenwart. Denn die Akteur*innen spielen Schauspieler*innen, die das Leben von Max Windmüller durch seine eigenen geschriebenen Texte erzählen. Die Personen des Stückes setzen sich in der Konfrontation mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen sowie mit denen von Max Windmüller auseinander. Als die Theatergruppe angefeindet wird, entsteht eine Situation, bei der sich jede Schauspielerin und jeder Schauspieler vor die Frage nach der eigenen Haltung und Courage gestellt sieht.

Premiere feiert das Theaterstück „Der Hoffnung verpflichtet“ am 09. November 2021 in Emden. Anschließend gibt es sechs weitere Aufführungen in Emden und Umgebung.

Quellennachweis:
„Eintausendsiebenhundert Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Projekte zum Festjahr aus Niedersachsen“. Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Hannover, 2021. GBV
Als gemeinnütziger Verein verfolgt die Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte seit 1982 engagiert das Ziel, in unserer Region die Kulturlandschaft Ostfrieslands mitzugestalten und zu bereichern. Mit einem Angebot aus zahlreichen Bereichen künstlerischer und kreativ-handwerklicher Ausdrucksformen und der Präsentation von spannenden Veranstaltungen.

In der LAK wird nicht nur lebendiges Brauchtum gepflegt, sondern auch Kurse für moderne Instrumente und mitreißende Musikgruppen angeboten, Kunsthandwerkliches geschaffen und Theaterstücke, die sich sehen lassen können. Und vieles mehr!

Ob für Anfänger*innen oder Fortgeschrittene, Klein oder Groß, im Einzel- oder Gruppenunterricht – unsere Gruppenleiter*nnen führen unsere Mitglieder mit Leidenschaft zum Erfolg.
Unser Ganzes ist mehr als die Summe seiner Teile. Neben der Förderung und Erweiterung der Fähigkeiten des Einzelnen, liegt uns hierbei die Begegnung der Menschen und der Spaß an gemeinsamen Aktionen besonders am Herzen.

Kultur in unserem Landkreis Aurich wird von diesen Menschen geschaffen, und gerne möchten wir weiter unseren Beitrag dazu leisten, in alter Treue und mit immer neuen Ideen. Denn das verstehen wir unter Kultur vom Deich.

Quellennachweis:
Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte (zuletzt eingesehen am 09.02.2023)

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Verknüpfte Personen:
Literatur zur Einrichtung:
Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte (zuletzt eingesehen am 09.02.2023) https://www.lak.de/, https://www.lak.de/

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2023-01-12T12:06:34Z
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Schule
Große Schule (Wolfenbüttel)

Große Schule (Wolfenbüttel)

Anschrift:
Rosenwall 12
38300 Wolfenbüttel
E-Mail:
sekretariat@grosse-schule.de
Telefon:
+4953319896012
Ansprechperson:
Sekretariat Frau Gieseke (Sprechzeiten Sekretariat 8.00 Uhr – 13.00 Uhr u.n.V.)
Homepage:
Große Schule Wolfenbüttel (zuletzt eingesehen am 16.05.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Die 1543 als Hochfürstliche Schule in Wolfenbüttel gegründete Große Schule ist ein altsprachlich humanistisches Gymnasium in Wolfenbüttel.
1542 begann die Reformation des Wolfenbütteler Kirch- und Schulwesens, im Zuge derer es im folgenden Jahr zur Gründung einer Knabenschule kam, deren Lehrplan Christentum und alte Sprachen umfasste. 1596 zog die Hochfürstliche Schule in Wolfenbüttel in ein neues Gebäude neben der Marienkirche, eine „Bildungsstätte zu logischem Denken und zur Gotteserkenntnis“. Neun Jahre später wurde erstmals ein Wolfenbüttler Schulprogramm erstellt, das die Unterrichtsfächer Latein, Altgriechisch, Religion, Dialektik, Rhetorik und Musik als Hauptfächer sowie Naturwissenschaften, Geschichte und Ethik als Nebenfächer umfasste. 1705 erfolgte der Umzug in die sogenannte Herzogliche Kommisse. Im Jahr 1749 erhielt die Hochfürstliche Schule in Wolfenbüttel ihren heutigen Namen, indem sie in Herzogliche Große Schule umbenannt wurde.

1824 wurde die erste Abiturprüfung abgehalten. 1828 wurde im Sinne der Reformen des Turnvaters Jahn und der freiheitlich-demokratischen Bestrebungen dieser Zeit Turngemeinde (TG) gegründet, die bis heute fortbesteht.

Im Jahre 1879 wurde ein Neubau für die Schule am Rosenwall 12 fertiggestellt. Er besteht aus gelbem Backstein und hatte ursprünglich einen massiven Mittelbau, zwei Hauptflügel und einen kleineren Nebenflügel, der heute durch einen größeren Neubau ersetzt ist.

Quellennachweis:
Wikipedia Große Schule Wolfenbüttel (zuletzt eingesehen am 16.05.2023)

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Literatur zur Einrichtung:
Wikipedia Große Schule Wolfenbüttel (zuletzt eingesehen am 16.05.2023) https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Schule_(Wolfenb%C3%BCttel), https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Schule_(Wolfenb%C3%BCttel)

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2023-05-16T08:12:46Z
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Denkmal
Denkmal auf dem Sara-Frenkel-Platz
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1/2

Denkmal auf dem Sara-Frenkel-Platz

Anschrift:
Sara-Frenkel-Platz
38440 Wolfsburg

Kurzbeschreibung

Die heute in Antwerpen lebende Sara Frenkel musste als jüdische Polin Zwangsarbeit im VW-Werk Wolfsburg verrichten.
IJN-Landkarte:

Die heute in Antwerpen lebende Sara Frenkel musste als jüdische Polin von 1943 bis 45 Zwangsarbeit im VW-Werk Wolfsburg verrichten. Die Krankenschwester musste in einer so genannten „Ausländer-Pflegestätte“ Kinder von Zwangsarbeiterinnen betreuen, die den Müttern weggenommen worden waren. In diesen Einrichtungen lag die Kindersterblichkeitsrate bei 80-90%.

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Abraham Lehrer

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Andrei Kovacs

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Wohnort
Beim Kunstliebhaber Kauth

Beim Kunstliebhaber Kauth

Anschrift:
Ratsbleiche 7
38114 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Drunter und drüber ging es in diesem Haus in der Wohnung des Kunstliebhabers Urban Kauth, dem Galka Scheyer später Bilder abkaufte.
Quellennachweis:
Baugeschichte:
vorhanden: 2023
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

Im zweiten Stock des schmalen, aber langgestreckten Hauses Ratsbleiche 7 wohnte von 1920 bis 1923 ein Kunstliebhaber, der für Emmy Scheyer wichtig wurde – der Gerichtsassessor Urban Kauth. Wie viele andere sehnte er sich in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg nach einem Menschen, der versprach, die deutsche Gesellschaft von ihrem materialistischen Denken zu heilen. Im Oktober 1920 lernte er in Hannover einen Mann kennen, der die nötigen Gaben zu haben schien, den Arzt, Schriftsteller und Maler Reinhard Goering.

Reinhard Goering (1887–1936) war im Ersten Weltkrieg an Tuberkulose erkrankt. In der Schweiz, genauer: im Luftkurort Davos und in Ascona versuchte er zu gesunden. Gut möglich, dass Emmy Scheyer ihm in Ascona begegnete. Mit seinem Bühnenstück Die Seeschlacht in der Inszenierung von Max Reinhardt erzielte er einen großen Erfolg. 1920 war er aber völlig mittellos und Morphinist.

Da bot ihm Urban Kauth an, in seiner Wohnung an der Ratsbleiche zu wohnen. Weil er das Gefühl hatte, allzu bürgerlich-konventionell zu leben, war er bereit, sich von diesem berühmten Dichter und Heiler umerziehen zu lassen und vieles zu ertragen, was dieser ihm zumutete. Er nahm zum Beispiel in Kauf, dass seine Bücher eines Tages zum Fenster hinaus auf die Straße geworfen wurden und die Marmeladegläser gleich hinterher, weil sie spießig seien. Wenn er gelegentlich Widerstand leistete, drohte Goering, die Bilder an den Wänden mit Schüssen aus seiner Browning zu zerstören. Um dies und Schlimmeres zu verhindern gab Kauth nach. Er besitze „die besten Klees“, schrieb der Maler Rudolf Jahns einem Kollegen.

Als Kauth 1922 nach Berlin zog, seine Wohnung in Braunschweig aber beibehielt, nutzte Goering die Gelegenheit, ein Bild von Emil Nolde und zehn Zeichnungen von Paul Klee an sich zu nehmen und verschiedenen Kunsthändlern zum Kauf anzubieten. Kauth bemerkte den Diebstahl und rang sich zu einer Anzeige durch, weil er hoffte, Goering per Gerichtsbeschluss zu einer ärztlichen Behandlung bringen zu können. Braunschweiger Gutachter und das Gericht erkannten dessen Schizophrenie und Gemeingefährlichkeit. Kauth fand seine Bilder wieder, weil es kaum Käufer für diese Art von Kunst gab. Das ganze Drama wurde in Braunschweiger Tageszeitungen abgehandelt.

Als Urban Kauth in Berlin als Rechtsanwalt arbeitete, konnte Emmy Scheyer mehrere Bilder von Jawlensky bei ihm zwischenlagern. Der Maler dankte ihm für diese Art von Unterstützung und schenkte ihm ein Bild. Emmy Scheyer meldete Jawlensky: „Er weiß nicht, wie er es verdient. Ich aber finde, er verdient es, und ich hoffe, Sie auch.“ Sie kaufte ihm fünf Bilder von Paul Klee ab. Sie sind heute noch im Norton Simon Museum in Pasadena zu sehen.

Quellennachweis:
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV
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Literatur zur Einrichtung:
Keßler, Katrin Galka Scheyer - a Jewish woman in international art business, Schriftenreihe der Bet-Tfila-Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, 2021, GVK

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Personen
Jürgen Rüttgers

Kurzbeschreibung

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Wohnort
Wohnung der Mutter

Wohnung der Mutter

Anschrift:
Besselstraße 6
38114 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Bei ihrer Mutter hielt sich Galka Scheyer auf als sie 1932/33 Deutschland zum letzten Mal besuchte. Henriette Scheyer verwahrte drei Jahre lang eine Kiste mit Galkas Bildern auf einem Dachboden.
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

Wenige Monate nach Emmy Scheyers Abreise nach New York zog Henriette Scheyer, ihre 64 Jahre alte Mutter, von der Goslarschen Straße 61 (siehe 5) an die zwei Querstraßen entfernte Liebigstraße (heute Besselstraße). Im Erdgeschoss des Hauses Nr. 6 mietete sie eine 170-Quadratmeter-Wohnung.

Als Emmy Scheyer 1932 wieder nach Deutschland kam, ruhte sie sich erst einmal bei ihrer Mutter aus und schrieb Kandinsky, sie werde sich vielleicht ein gutes gebrauchtes Automobil besorgen und dann nach Berlin kommen. „Wenn ich erst ein Auto habe, dann gondele ich überhaupt so ein bisschen herum.“ Stattdessen wurde sie krank, erholte sich in Braunlage und erlebte in der Reichshauptstadt Hitlers Machtergreifung und den Boykott aller jüdischen Geschäfte, Banken und Arztpraxen. In größter Eile reiste sie zurück nach Amerika.

Im März 1936 wurde Henriette Scheyer eine riesige Transportkiste zugestellt. Sie fand darin gebrauchte Wäsche und 56 Bilder, die mit „Emmy Scheyer“ oder „Renée“ signiert waren, und vergaß sie, weil ihre Schwester Ida Berger zu Besuch kam und ein paar Jahre blieb. Im Januar 1939 fanden Paul und Paula

Scheyer auf dem Dachboden die 56 Bilder Emmy Scheyers. Henriette Scheyer bat die Zollfahndungsstelle in Hannover um Genehmigung, sie nach Hollywood zu senden. Es gab keine Einwände.

Nach Kriegsbeginn hörte Emmy Scheyer, jetzt offiziell Galka Emmy Scheyer genannt, lange nichts mehr von ihrer Mutter. Im April 1940 erfuhr sie über Otto Ralfs, sie wohne nicht mehr an der Liebigstraße sondern Am Gaußberge 1. Dass dies ein sogenanntes „Judenhaus“ war, wurde nicht geschrieben.

Ida Berger zog 1941 nach Hannover, und Henriette Scheyer konnte bei ihr im Altersheim der Minna-James-Heinemann-Stiftung unterkommen. Galka Scheyer bemühte sich um ein Affidavit für sie, aber Henriette Scheyer starb am 24. Februar 1941 nach einer Grippe mit Lungenentzündung und Herzinfarkt (und nicht 1942 durch Suizid, wie oft geschrieben wird).

Ida Berger wurde 1942 in das „Judenhaus“ Ellernstraße in Hannover „verlegt“. Wie die zuständige Stelle 2016 verlauten ließ, habe sie sich am 23.07.1942 „nach Theresienstadt abgemeldet.“ Ida Berger wurde wenige Tage später in Treblinka ermordet.

Quellennachweis:
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV
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Keßler, Katrin Galka Scheyer - a Jewish woman in international art business, Schriftenreihe der Bet-Tfila-Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, 2021, GVK

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2022-07-14T09:22:52Z
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Öffentliche Einrichtungen
Ein Steg über die Oker

Ein Steg über die Oker

Anschrift:
Wehrstraße
38114 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Emmy Scheyer wird häufiger durch Braunschweig gestreift sein auf der Suche nach schönen Motiven.
Quellennachweis:
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

Den Steg am Petriwehr malte sie 1914 gemeinsam mit ihrer Freundin Käthe Evers. Gustav Lehmann, der Lehrer und Freund von Emmy Scheyer, Käthe Evers, Elsa Daubert und Albert Hamburger, starb im Juli 1914 nach einer Blinddarmoperation. Als dann auch noch der Erste Weltkrieg ausbrach, wird sich die Braunschweiger Maler-Clique gefragt haben: Wohin geht die Reise? Emmy Scheyer und Käthe Evers trafen sich. Sie kannten in der Nähe von Emmy Scheyers Geburtshaus (siehe 13) einen hölzernen Steg, der auf einem Wehr errichtet worden war und Fußgängerinnen und Fußgängern ermöglichte, die Oker zu überqueren. Neben einander an ihren Staffeleien stehend, malten die beiden Freundinnen diesen Fußgängersteg. Es entstanden zwei ganz ähnliche Bilder in Öl auf Leinwand. Man kann in ihnen Sinnbilder für einen Weg in eine ungewisse Zukunft erkennen.

In späteren Jahren wurde das Wehr verstärkt und mit einer befahrbaren Straße versehen. In dem Haus beim Brückenpfeiler, Wehrstraße Nr. 1, wohnte von 1937 an Julius Scheyer, ein Kaufmann, der wie Emmy Scheyers Vater aus Bleicherode in Thüringen stammte. Er hatte mehrere Jahre in der Wohnung am Löwenwall 4b gewohnt, in der Emmy Scheyer aufwuchs (siehe 10), und dann in Belgien und der Schweiz als Vertreter von Schuhfabriken gearbeitet. Von 1923 an lebte Julius Scheyer mit seiner Familie wieder in Braunschweig, an der Fasanenstraße 51. 1936 starb seine Frau Helene, geborene Gutkind. Als Witwer zog Julius Scheyer an die Wehrstraße 1. Es war das Jahr, in dem seine Tochter Gertrud, die in der Firma W. Maseberg als Sekretärin gearbeitet hatte, um die Bewilligung kämpfte, nach England auszuwandern. Ihr Antrag, 100 RM und eine Schreibmaschine mitzunehmen, wurde abgelehnt. Gertrud verließ Deutschland Ende 1939. Sie überlebte den Holocaust in Haiti. Julius Scheyer hingegen kam in einem Altersheim für Juden in Hannover unter. Laut Angaben des Bundesarchives Berlin wurde er am 24.07.1942 nach Theresienstadt und von dort nach Treblinka deportiert.

Das Bild, das Emmy Scheyer 1914 von dem Fußgängersteg an der Wehrstraße gemalt und mit ihrem Pseudonym Renée, die Wiedergeborene, signiert hatte, befand sich viele Jahre in Amerika. 2020 gelangte es in eine Braunschweiger Privatsammlung.

Quellennachweis:
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV
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Literatur zur Einrichtung:
Keßler, Katrin Galka Scheyer - a Jewish woman in international art business, Schriftenreihe der Bet-Tfila-Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, 2021, GVK

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2022-07-21T12:31:06Z
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Personen
Josef Schuster

Kurzbeschreibung

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Wohnort
Paul und Paula Scheyer

Paul und Paula Scheyer

Anschrift:
Petritorwall 30
38118 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Am Petritorwall lebte der ältere Bruder Paul mit seiner Familie, dem Galka Scheyer die Ausreise in die USA ermöglichte. Stolpersteine erinnern vor dem Haus an die früheren Bewohner.
Quellennachweis:
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

Emmy Scheyer hatte lange Zeit ein schlechtes Verhältnis zu Paul, ihrem älteren Bruder. Sie fühlte sich von ihm schlecht verstanden und ungeliebt, und er empfahl ihr, in Deutschland einen vernünftigen Lebenswandel an den Tag zu legen. Er wohnte mit seiner Frau Paula, geborene Eisenstein, und den Söhnen Leopold und Gerhard etwa zehn Jahre an der Goslarschestraße (siehe 5), dann mietete er eine Wohnung am Petritorwall 7, bis er 1922 das Haus gegenüber, die Nummer 30, erwerben konnte. Als Besitzerin wurde Paula Scheyer im Adressbuch eintragen.

Paul bewältigte die Schwierigkeiten, in die die Firma W. Maseberg wegen der Weltwirtschaftskrise geriet, mit Bravour. Die Konserven mit dem Markenzeichen WEMA wurden in viele Länder exportiert. Dann waren die Gebrüder Scheyer und ihre Familien diskriminierenden Schikanen ausgesetzt, eine Haft im Konzentrationslager Buchenwald eingeschlossen. Am 30. Juni 1936 wurde Paul Scheyer gezwungen, ein Papier zu unterschreiben, in dem er versicherte, seine Firma freiwillig verkauft zu haben.

In der Bedrohung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten näherten sich Paul und Galka Scheyer an. Sie war bereit, seine Söhne in Amerika aufzunehmen, sie konnten aber nach England entkommen. Dann kümmerte sie sich um Affidavits für Paul und Paula. Im Februar 1939 erhielten sie endlich die Nachricht, dass die Ausstellung der Visa für die USA am 7. März stattfinde. Paula schrieb ihrer Schwägerin: „Wir sind restlos glücklich. Paul ist ein anderer Mensch.“

In New York musste Paul Scheyer eine neue Existenz aufbauen. Wie es in den Kriegsjahren zu einem neuen Missverhältnis zwischen ihm und seiner Schwester kam, ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich lag es in unterschiedlichen Auffassungen begründet, auf welche Weise Galka Scheyers Privatsammlung von Bildern der Blauen Vier und anderer Maler zustande gekommen war, und was mit ihr geschehen solle. Vermutlich trafen sich die Geschwister ein letztes Mal im Frühling 1944 in New York.

1948 machten die Brüder Paul und Erich Scheyer wegen des Verlustes von Vermögen und Firma Wiedergutmachungsansprüche geltend. Sie erstritten sich 1951 mühsam einen finanziellen Teilerfolg.

Quellennachweis:
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV
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Keßler, Katrin Galka Scheyer - a Jewish woman in international art business, Schriftenreihe der Bet-Tfila-Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, 2021, GVK

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2022-07-14T12:32:42Z
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Personen
Matthias Schreiber

Kurzbeschreibung

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2023-01-24T11:31:39Z
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Wohnort
Freundin Lette Valeska

Freundin Lette Valeska

Anschrift:
Petritorwall 2
38114 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Emmys beste Freundin, Valeska Heynemann, besuchte am Petritorwall 2 ihre Eltern, wo sie u.a. 1920 ihre Hochzeit vorbereitete.
Quellennachweis:
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

An dieser Stelle kann man an Auswirkungen des deutschen Nationalismus erinnern, unter denen Emmy Scheyer, ihre Freundin Valeska Heynemann und ihre Familien zu leiden hatten. Hier schlug Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg am 31. Juli 1809 ein Feldlager auf, tags darauf zog er mit seiner Schwarzen Schar in die Schlacht bei Ölper. Ihm zu Ehren wurde vierzig Jahre später an dieser Stelle eine Eiche gepflanzt und mit einer Umfriedung versehen, die Kanonenrohre und Kanonenkugeln imitiert.

Das damals hier stehende Haus Petritorwall 2 gehörte dem Hofbildhauer Wilhelm Sagebiel. Er hatte das Talent, jeden Auftrag in dem Stil zu erfüllen, den seine Auftraggeber wünschten. In seinem Haus wohnten 1919 und 1920 die Eltern von Emmy Scheyers Schulfreundin Valeska Heynemann, die an der Poststraße 5 (siehe 17) aufgewachsen war. Sie besuchte ihre Eltern, als Alexej von Jawlensky die Hoffnung äußerte, seine Bilder nicht nur in Deutschland, sondern auch in Holland verkaufen zu können. Emmy Scheyer schrieb ihm postwendend, Valeska werde demnächst nach Holland fahren, sie gebe ihr einige Bilder mit, um sie holländischen Kunsthändlern anzubieten.

Im Oktober 1920 heiratete Valeska Heynemann einen Chemiefabrikanten aus Frankfurt am Main. Bald darauf hielt sich Emmy Scheyer bei dem Paar auf und bereitete eine Jawlensky-Ausstellung vor. Als sie sie eröffnete, zerstritt sie sich mit Valeska. Sie schrieb Jawlensky, seit ihrer Heirat verhalte sich ihre Freundin, als ob sie gerade aus Mutters Küche käme, „banal, banal, banal.“

1930 starb Valeskas Vater, 1935 zog ihre Mutter vom Petritorwall an den Löwenwall. Zwei Jahre später emigrierte sie nach Palästina, bald darauf floh sie nach Holland. Dort kam sie bei einem Bombenangriff der Wehrmacht ums Leben. Valeska lebte damals schon bei Galka Scheyer in Los Angeles. Sie trennte sich von ihrem Ehemann und machte eine Karriere als Fotografin. Von Galka Scheyer dazu ermuntert, begann sie, Bilder zu malen und nahm den Künstlernamen Lette Valeska an.

Auch während des Zweiten Weltkrieges gehörte das Haus Petritorwall 2 Wilhelm Sagebiel. Einer seiner Söhne war NSDAP- und SA-Mitglied und machte als Architekt Karriere: Ernst Sagebiel plante in Berlin den Flughafen Tempelhof und das Reichsluftfahrtministerium. Es waren die Jahre, in denen Lette Valeska Galka Scheyer oft in Los Angeles besuchte. Beide waren jedem Nationalismus abhold.

In den Fünfziger Jahren wurde die Kriegsruine Petritorwall 2 in Braunschweig durch einen Neubau ersetzt. Und in Los Angeles begann Lette Valeska, den schriftlichen Nachlass Galka Scheyers und der Blauen Vier zu ordnen und über sie ein Buch zu schreiben. Sie tat dies im Auftrag des Pasadena Art Museum, aus dem das Norton Simon Museum hervorging. 1974 verlieh ihr der Botschafter in Los Angeles das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Sie hoffte, die Stadt Braunschweig werde sie zu einem Besuch einladen. Sie wurde enttäuscht und starb 1985 im Alter von hundert Jahren in Los Angeles. Heute erinnert hier eine Gedenktafel an sie.

Quellennachweis:
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV
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2022-07-18T08:21:25Z
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Wohnung
Geburtshaus von Galka Scheyer

Geburtshaus von Galka Scheyer

Anschrift:
Okerstraße 10
38100 Branschweig

Kurzbeschreibung

Malerin, Kunsthändlerin und -sammlerin Emilie Esther Scheyer wurde 1889 in diesem Haus geboren.
Quellennachweis:
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2022-03-10T14:03:33Z
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Personen
Thomas Sternberg

Kurzbeschreibung

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Wohnort
Junge Damen und feuchte Hände

Junge Damen und feuchte Hände

Anschrift:
Jasperallee 35a
38102 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Zwei Jahre wohnte Familie Scheyer in einer großzügigen Wohnung im neuen Wohnviertel für das aufsteigende Bürgertum bevor sie in die Fabrikantenvilla ihrer neuen Konservenfabrik zog.
Quellennachweis:
Trotz saisonaler Schwankungen und wachsender Konkurrenz war die Herstellung von Gemüse- und Früchtekonserven um 1900 ein prosperierender Industriezweig. Leopold Scheyer, Emmy Scheyers Vater, verkaufte im Lauf des Jahres 1906 seinen Anteil an der Lederhandlung Scheyer & Regensburger an der Gördelingerstraße (siehe 4) und übernahm die Konservenfabrik W. Maseberg, die ihre Anlagen auf engem Raum und umgeben von Wohnhäusern an der Wiesenstraße hatte.

Er scheint damit Erfolg gehabt zu haben. Im April 1907, kurz vor dem achtzehnten Geburtstag seiner Tochter, konnte er mit der ganzen Familie in eine etwa 320 Quadratmeter große Wohnung an der Kaiser-Wilhelmstraße umziehen. Sie wird seit Ende des Zweiten Weltkrieges Jasperallee genannt. Stadtbaurat Ludwig Winter hatte diese Prachtallee als Hauptachse eines Viertels geplant, das in erster Linie Rücksicht nahm auf die Repräsenationsbedürfnisse des zahlungskräftigen Bürgertums und des Offizierscorps. Lage und Größe der Wohnungen wurden im ganzen “Östlichen Ringgebiet” nach dem militärischen Grad der Bewohner gestaffelt. Es standen ihnen geräumige Esszimmer, Herrenzimmer und Salons für große Gesellschaften zur Verfügung. Die Dienstboten und Lieferanten mussten einen Hintereingang benutzen, die Küche befand sich oft im Keller. Die Schriftstellerin Ina Seidel berichtet: „Obgleich es ein reges geselliges Treiben gab, so bestand die Geselligkeit doch wesentlich darin, daß die ‚tonangebenden‘ Kreise der höheren Beamten, der Akademiker, der Offiziere sich nach einem festen Ritus gegenseitig zum Genuß außerordentlich nahrhafter Diners mit unzähligen Gängen einluden.“

Die neuen Nachbarn der Familie Scheyer waren arrivierte Kaufleute und Baumeister, höhere Beamte und Adelige, eine Hofschauspielerin Rupricht und der Hofballetmeister Golinelli, dessen Frau Tanzkurse für die Heranwachsenden gab. Valeska Heynemann schreibt, dass sie und Emmy Scheyer bei Einladungen „tanzen durften, mit neuen Kleidern und immer denselben Jünglingen, die entsetzlich langweilig waren und obendrein feuchte Hände hatten.“ Sie und ihre Freundin seien wohlbehütet aufgewachsen, „aufgezogen in Anschauungen der ausklingenden viktorianischen Aera und der Plüschsofakultur, in einer kleinen Provinzstadt, welche von den Ideen der Geistesrevolution des beginnenden neuen Zeitalters kaum berührt wurde, im Bemühen uns zu braven Bürgerinnen zu erziehen.“

Quellennachweis:
Galka-Scheyer-Atlas
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV

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Wohnort
Malunterricht mit Pfingstrosen

Malunterricht mit Pfingstrosen

Anschrift:
Bammelsburger Str. 9
38114 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Emmy Scheyer nahm Malunterricht aber bei welchem der zahlreichen Braunschweiger Künstler ist nicht überliefert. Vielleicht lernte sie bei Anna Pricelius oder bei Anna Löhr.
Quellennachweis:
Baugeschichte:
vorhanden: 2023
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

Schon während ihrer Schulzeit nahm Emmy Scheyer Klavierstunden (siehe 6), und sie nahm Unterricht im Malen. 1907 schuf sie ein Bild in Ölfarben auf Leinwand, einen Strauß gelber Pfingstrosen in voller Blüte, mit dunkelgrünen Blättern vor hellblauem Hintergrund. Das Bild mutet nicht wie das Werk einer Anfängerin an, es ist mit „flottem Pinselstrich“ gemalt worden, und die üblichen Andeutungen einer Blumenvase, einer Tischdecke, eines Zimmers fehlen. Die achtzehnjährige Malerin signierte und datierte ihr Bild, das etwa 60 x 50 cm misst ganz selbstbewusst auf dem Keilrahmen der Leinwand mit „E. E. Scheyer 7“. Es fragt sich, bei wem sie lernte, Bilder in dieser lockeren Art und Weise zu malen.

Bei ihrem Zeichenlehrer Hans Herse wohl nicht. Es war bekannt, dass er Landschaftsansichten mit größter naturalistischer Genauigkeit malte und in erster Linie an der Städtischen Gewerbeschule (siehe 11) unterrichtete, wo er Damen nur Ornamente zeichnen ließ.

Bekannt für das Genre der Blumenmalerei war die Malerin Anna Pricelius. Sie hatte in Karlsruhe und Antwerpen studiert und wohnte an der Schleinitzstraße 17 bei ihren Eltern. Auf der Großen Berliner Kunstausstellung war sie mehrmals vertreten. 1905 hatte sie Erfolg mit einer Einzelausstellung im Herzoglichen Museum Braunschweig.

Weniger bekannt für dieses Genre, aber den aktuellen Strömungen in der Malerei mehr zugeneigt, war die Malerin Anna Löhr, Tochter eines Konservenfabrikanten in Harxbüttel. Sie wohnte 1907, als Emmy Scheyer das Ölbild „Pfingstrosen“ malte, an der Bammelsburgerstraße 9. Von 1909 an hatte sie auch ein Atelier an der Humboldtstraße 10, wo Emmy Scheyers jüngere Freundinnen Käthe Evers und Elsa Daubert Unterricht nahmen.

Das Bild „Pfingstrosen“ gelangte auf ungeklärte Weise zu Verwandten von Gustav Lehmann, Emmy Scheyers Lehrer und Freund. Vielleicht nahm sie schon 1907 bei ihm Unterricht, obwohl er die meiste Zeit in München, Dresden, Leipzig und Wien und nur gelegentlich bei seinen Eltern an der Hennebergstraße 18 in Braunschweig war. Sein Vater war Mitinhaber eines Geschäftes mit „Möbelstoffen u. Teppichen, Gardinen u. Linoleum“. Erklärt dies, warum sich im Nachlass des Malers auch Entwürfe für farbige Möbel befinden? Nur eine der vielen Fragen, die der Klärung bedürfen!

Quellennachweis:
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV
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Touristische Informationen // Datensätze, die Sie ebenfalls interessieren könnten

Literatur zur Einrichtung:
Keßler, Katrin Galka Scheyer - a Jewish woman in international art business, Schriftenreihe der Bet-Tfila-Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, 2021, GVK

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Bildungseinrichtungen
Klavierunterricht für höhere Töchter

Klavierunterricht für höhere Töchter

Anschrift:
Hagenmarkt 18
38100 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Wie im gehobenen Bürgertum üblich, hatten die Töchter Klavierunterricht – so auch Emmy Scheyer. Das „Musik-Conservatorium“ am Hagenmarkt ist eine der Schulen, die sie dafür besucht haben könnte.
Quellennachweis:
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

„Studied Piano in the Conservatory of Braunschweig for 10 years“, behauptete Galka Scheyer 1939 in einem Antrag für ein Stipendium der Solomon Guggenheim Foundation und fuhr fort: „Piano Studies at the Conservatory of Paris where I held a Scholarship.“ Mit Einträgen in Schülerlisten oder anderen Dokumenten können diese Behauptungen nicht belegt werden. Gut möglich, dass sie in finanzieller Not formuliert wurden und der Kategorie Antragslyrik zuzurechnen sind.

Emmy Scheyer spielte wohl in ihrer Jugend, wie es sich für eine „höhere Tochter“ gehörte, Klavier. Wenn ihre Leistungen an der Schule „Kleine Burg“ (siehe 9) es erlaubten, nahm sie Unterricht an einer privaten Musikschule, genannt Konservatorium. Eine herzogliche oder städtische Musikschule existierte damals noch nicht in Braunschweig.

Wahrscheinlich war Emmy Scheyer Schülerin von Minette Wegmann. Sie stammte aus der Instrumentenmacher-Familie Rautmann. Minette wurde Konzertpianistin und heiratete 1895 den „Tonkünstler“ und Musiklehrer Erich Wegmann. Die Beiden gründeten eine Schule. 1896 nannte sich Erich Wegmann „Director des Musik-Conservatoriums“ am Hagenmarkt 18. Von größerer Bedeutung und Bekanntheit war aber die pädagogische Fähigkeit seiner Frau Minette. Sie unterrichtete etwa 40 Jahre lang am Hagenmarkt und ging dabei ganz individuell auf die Neigungen und Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler ein. In vielen Städten hielt sie Vorträge über Musikerziehung und trat als Pianistin auf, erfolgreich.



Eine andere Möglichkeit, Klavierstunden zu nehmen, hätte etwas später beim Musiklehrer Max Plock an der Fallersleber Straße 41 bestanden. Im Adressbuch des Jahres 1900 bot er zum ersten Mal eine „Ausbildung in sämtlichen Fächern der Tonkunst“ an, Prospekte seien gratis erhältlich, Anmeldungen täglich möglich.

In ihren Briefen kam Galka Scheyer später nie auf ihre Klavierstunden zurück, und ein Klavier ist auf keiner Fotografie ihres Hauses in Hollywood zu sehen. Valeska Heynemann ist die Einzige, die die musikalischen Fähigkeiten ihrer Freundin lobte. Ihre anderen Bekannten erwähnten sie nicht, wohl aber Emmy Scheyers eigenartige Sprechstimme. Auf ihre alles überragende Gesangskunst wies die Künstlerin oft hin, voller Selbstironie.

Quellennachweis:
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV
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Literatur zur Einrichtung:
Keßler, Katrin Galka Scheyer - a Jewish woman in international art business, Schriftenreihe der Bet-Tfila-Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, 2021, GVK

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Amtsgebäude
Oberlandesgericht Celle
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1/2

Oberlandesgericht Celle

Anschrift:
Schloßplatz 2
29221 Celle

Kurzbeschreibung

Das Oberlandesgericht war über mehrere Jahre der Arbeitsort des jüdischen Juristen Dr. Richard Katzenstein.
Digitaler Spaziergang Celle:

Vor 1933

In Celle arbeitete Richard Katzenstein zuerst als Richter am Oberlandesgericht. 1929 wurde er zum Senatspräsidenten ernannt.
In dieser Position arbeitete er vier Jahre lang, bis er zu Beginn der NS-Diktatur auf Basis der Verordnung zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 an das Amtsgericht Harburg zwangsversetzt und Anfang 1934 zwangspensioniert wurde.

(Text verfasst von Malte, Jan und Sören, Schüler*in Hölty-Gymnasium Celle)

Seit 1945

Am Schloßplatz 2 (Richard-Katzenstein-Straße) (Oberlandesgericht) liegen die Stolpersteine für das Ehepaar Richard und Lili Katzenstein. Hier wurden ebenfalls Stolpersteine für die vier gemeinsamen Kinder Hanna (geboren 1913), Ilse (Jahrgang 1914), Hans und Viktor (beide Jahrgang 1917) verlegt.

(Text verfasst von Malte, Jan und Sören, Schüler*innen Hölty-Gymnasium Celle)

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Stolperstein
Stolperstein Robert Meyer
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1/2

Stolperstein Robert Meyer

Anschrift:
Großer Plan 2-3 (heute Robert-Meyer-Platz 2)
29221 Celle

Kurzbeschreibung

Am Großer Plan 2-3 (heute Robert-Meyer-Platz) liegt der Stolperstein in Erinnerung an den jüdischen Kaufmann in Celle Robert Meyer.
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Gemeindehaus
Wohnung Familie Feingersch
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1/3

Wohnung Familie Feingersch

Anschrift:
Im Kreise 23
29221 Celle

Kurzbeschreibung

Die Wohnung befindet sich eigentlich im jüdischen Gemeindehaus, in das die Familie Feingersch unfreiwillig umziehen musste, nachdem es ihnen nicht möglich war, nach Palästina auszuwandern.
Digitaler Spaziergang Celle:

Vor 1933

Isaak Feingersch wurde 1885 geboren, seine Frau Rebekka im Jahr 1887. Zusammen mit ihrer ältesten Tochter Marie emigrierten sie 1912 aus Odessa in Russland nach Frankfurt am Main, wo sie von ihrer Tante aufgenommen wurden. Isaak arbeitete dort als Schlosser und Rebekka als Schneiderin. Das Ehepaar bekam den ersten Sohn David.
Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 wurden die Familie aufgrund ihrer russischen Staatsbürgerschaft in das Gefangenenlager Holzminden II interniert. Um dem Lager entkommen, meldete sich Isaak freiwillig zur Arbeit im Kaliwerk Hambühren-Ovelgönne, nahe Celle. Dort bekam das Ehepaar noch sechs weitere Söhne und zwei Töchter. Isaak arbeitete zu Hause zusätzlich als Zahnarzt, Schuhmacher und Friseur.
Die Kinder besuchten die Volksschule in Ovelgönne und wurde durch Rabbiner Simon Lotheim in Religion unterrichtet. Die Familie lebte ihre Religion aktiv aus. Die Jungen feierten ihre Bar Mitzwa in der Celler Synagoge und als Familie zelebrierten sie die jüdischen Feiertage. Sie waren die einzigen Jüdinnen und Juden in Ovelgönne. Die Familie Feingersch pflegte einen guten Kontakt zu ihrer christlichen Nachbarschaft. Ihr Haus wurde sogar zum Treffpunkt der Dorfjugend aufgrund des selbstgemachten Malzbiers von Isaak.

(Text verfasst von Alina, Sophie und Max, Schüler*in Hölty-Gymnasium Celle)

Von 1933 bis 1945

Die älteren Söhne David, Moses, Rafael, Sally und Elias wanderten bereits 1934 nach Palästina (ab 1948 Israel) aus. Die drei Töchter Maie, Fanny und Rosa flohen in die Niederlande. Die anderen Familienmitglieder hätten 1936 auf eine Farm nach Argentinien auswandern können, die Eltern lehnten dies jedoch mit Begründung ab, ausschließlich nach Palästina auswandern zu wollen. Sie hofften darauf, dass ihr ältester Sohn ihnen ein Einreisezertifikat verschaffen könnte. Da dies nicht gelang, musste die Familie am 8. Juni 1937 unfreiwillig in das jüdische Gemeindehaus in Celle (Im Kreise 23) umziehen.
Am 2. Dezember 1941 wurden die Eltern und ihr Sohn Hermann von ihrem Wohnort Celle in das Konzentrationslager Kaiserwald in der Nähe von Riga deportiert. Ihr Sohn Benjamin erhielt überraschend das Sonderrecht, seine Eltern und seinen Bruder Hermann am Celler Bahnhof zu verabschieden. Dort sah er sie zum letzten Mal. Die Mutter Rebekka wurde in einem Vernichtungslager ermordet. Der Vater Isaak und der Sohn Hermann waren in einer Arbeitsgruppe im Lager Kaiserwald, dort starb Hermann wahrscheinlich schon. Isaak wurde am 1. Oktober 1944 als „arbeitsfähig“ im KZ Stutthof bei Danzig registriert - danach verliert sich seine Spur. Die drei Töchter wurden in Auschwitz ermordet: zuerst Rosa (1942), dann Fanny zusammen mit ihrem Mann und Kind (1944), zuletzt Marie und ihr Mann (1945). Benjamin besuchte zunächst einen Vorbereitungslehrgang für die Auswanderung nach Palästina. Er wurde dann in das Arbeitslager in Neuendorf-Fürstenwalde an der Spree und später nach Auschwitz deportiert und 1945 als „Schindler-Jude“ befreit und emigrierte nach Palästina.

(Text verfasst von Alina, Sophie und Max, Schüler*in Hölty-Gymnasium Celle)

Seit 1945

2004 besuchte Eli Eyal (Feingersch) anlässlich der Verlegung des Stolpersteins vor der letzten Wohnung, Im Kreise 23.

(Text verfasst von Alina, Sophie und Max, Schüler*in Hölty-Gymnasium Celle)

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Stolperstein
Stolperstein Eva Herzfeld
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1/2

Stolperstein Eva Herzfeld

Anschrift:
Schwicheldtstraße 19 A
29221 Celle

Kurzbeschreibung

In der Schwicheldtstraße 19 A liegen die Stolpersteine für das Ehepaar Dr. Manfred und Hedwig Herzfeld und ihre gemeinsame Tochter Eva Herzfeld.
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Verknüpfte Personen:
Literatur zur Einrichtung:
https://www.celle.de/index.php?ModID=7&FID=3747.1429.1&object=tx%7C3747.1429.1, https://www.celle.de/index.php?ModID=7&FID=3747.1429.1&object=tx%7C3747.1429.1

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Wohn- und Geschäftshaus
Geschäftshaus Wexseler

Geschäftshaus Wexseler

Anschrift:
Hehlentorstraße 14
29221 Celle

Kurzbeschreibung

Nach 1909 mietete Julius Wexseler ein Geschäftshaus in der Hehlentorstraße 14 und eröffnete dort ein neues Geschäft.
Digitaler Spaziergang Celle:

Vor 1933

Am 23. Juni 1871 wurde Julius Wexseler in Bersenbrück bei Osnabrück geboren. Im Jahr 1899 entschied er sich nach Celle zu ziehen, da er seine Ausbildung als Manufakturwarenhändler vollendet hatte. Zuerst wohnte er in die Zöllnerstraße 43 in Celle über dem Geschäft seines damaligen Arbeitgebers Gustav Gottschalk, der Manufakturwarenhändler war. Jedoch entschied sich Gottschalk im Jahr 1904 seinen Laden zu schließen, weswegen Wexseler sich selbstständig machte.
Schon im nächsten Jahr, 1905, mietete er ein eigenes Gebäude an und eröffnete seinen eigenen Laden in der Runden Straße 14. Im selben Jahr heiratete er seine Frau Anna (Jg. 1882), die Christin war, jedoch kurz vor ihrer Heirat zum Judentum konvertiert war. Sie arbeitete als Verkäuferin im Kaufhaus Freidberg in der Celler Innenstadt. 1906 kam ihr erstes Kind Alexander zur Welt. 1909 wurde ihre Tochter Rosa geboren. Nach ihrer Geburt mietete Julius ein Geschäftshaus in der Hehlentorstraße 14 und eröffnete dort ein neues Geschäft.
1914 wurde er als Soldat im Ersten Weltkrieg eingezogen. Für seine Kriegsbeteiligung als Frontkämpfer bekam er eine Auszeichnung: das Ehrenkreuz für Frontkämpfer.
Julius war in der Celler Stadtgesellschaft bekannt und wurde eher geduldet. Geschätzt wurde seine Großzügigkeit und Freigebigkeit. 1931 wurde er als Schützenkönig der Neuenhäuser Schützengesellschaft proklamiert, während der NS-Zeit aus der Liste der Schützenkönige gestrichen und ersetzt.

(Text verfasst von Elena, Nina, Charlotte S. und Charlotte R., Schüler*in Hölty-Gymnasium Celle)

Von 1933 bis 1945

Zu Beginn der NS-Diktatur wurde im April 1933 aufgrund der NS-Boykottmaßnahmen sein Geschäft zeitweise zwangsweise geschlossen und in ein Wandergewerbe umgestaltet. Der Antisemitismus und die Ausgrenzung und Verfolgung der deutschen Judenheit wirkte sich immer stärker auf sein Leben und das seiner Familie aus. 1938 erfolgte infolge der „Arisierung“ die Schließung seines Warenlagers. Die Familie Wexseler zog in eine Wohnung in der Fuhrberger Landstraße und Julius arbeitete von nun an in der Bettgestellfabrik Altona-Celle.
Das Ehepaar wurde 1944 von der Gestapo verhaftet. Julius wurde in das KZ Sachsenhausen und Anna nach Ravenbrück deportiert. Anna starb dort am 6. Februar 1945, Julius wird bereits 1945 für tot erklärt.

(Text verfasst von Elena, Nina, Charlotte S. und Charlotte R., Schüler*in Hölty-Gymnasium Celle)

Seit 1945

Ihr Sohn Alexander macht zuerst eine Ausbildung bei einer hannoverschen Bank, die aber 1923 geschlossen wird. Die berufliche Odysee trägt ihn nach Osnabrück. Dort wird er 1941 verhaftet, zuerst nach Buchenwald und dann ins Lager Salaspils bei Riga deportiert. Nach nur drei Monaten dort stirbt Alexander zu Tode erschöpft am 15. März 1942 mit nur 35 Jahren.
Die einzige Überlebende der Celler Familie Wexseler war Rosa.

(Text verfasst von Elena, Nina, Charlotte S. und Charlotte R., Schüler*in Hölty-Gymnasium Celle)

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Stolperstein
Stolperstein Lili Katzenstein
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1/2

Stolperstein Lili Katzenstein

Anschrift:
Schloßplatz 2
29221 Celle
Homepage:
Stadtarchiv Celle Stolpersteine (zuletzt eingesehen am 05.08.2024)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Am Schloßplatz 2 (Richard-Katzenstein-Straße (Oberlandesgericht) liegen die Stolpersteine für das Ehepaar Richard und Lili Katzenstein. Hier wurden ebenfalls Stolpersteine für die vier gemeinsamen Kinder Hanna (geboren 1913), Ilse (Jahrgang 1914), Hans und Viktor (beide Jahrgang 1917) verlegt. Dr. Richard Katzenstein arbeitete zuerst als Richter am Oberlandesgericht. 1929 wurde er zum Senatspräsidenten ernannt.
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Literatur zur Einrichtung:
https://www.celle.de/Kultur/Stadtarchiv/Stolpersteine/index.php?La=1&object=tx,3747.1373.1&kuo=2&sub=0, https://www.celle.de/Kultur/Stadtarchiv/Stolpersteine/index.php?La=1&object=tx,3747.1373.1&kuo=2&sub=0

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Stolperstein
Stolperstein Lili Katzenstein

Stolperstein Lili Katzenstein

Anschrift:
Schloßplatz 2
29221 Celle
Homepage:
Stadtarchiv Celle Stolpersteine (zuletzt eingesehen am 05.08.2024)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Am Schloßplatz 2 (Richard-Katzenstein-Straße (Oberlandesgericht) liegen die Stolpersteine für das Ehepaar Richard und Lili Katzenstein. Hier wurden ebenfalls Stolpersteine für die vier gemeinsamen Kinder Hanna (geboren 1913), Ilse (Jahrgang 1914), Hans und Viktor (beide Jahrgang 1917) verlegt. Dr. Richard Katzenstein arbeitete zuerst als Richter am Oberlandesgericht. 1929 wurde er zum Senatspräsidenten ernannt.
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Wohn- und Geschäftshaus
Geschäftshaus Robert Meyer
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1/3

Geschäftshaus Robert Meyer

Anschrift:
Großer Plan 2-3 (Heute Robert-Meyer-Platz)
29221 Celle

Kurzbeschreibung

Die Geschäftsräume im Großen Plan 2-3 in Celle waren von 1933 bis 1941 Eigentum von Robert Meyer.
Digitaler Spaziergang Celle:

Vor 1933

Isidor Meyer, Vater des heute in Celle bekannteren Robert Meyer, kam 1849 zur Welt. 24 Jahre später zog in die Kleinstadt Celle, um das Wäsche- und Aussteuergeschäft des kinderlosen Onkels seiner Frau, Jakob Polack, am Großen Plan zu übernehmen. Kurz nach der der Übernahme des Geschäftes 1873 bekam das Ehepaar, Isidor und Friederike, ihren Sohn Robert Meyer. 1881 eröffnete Familie Meyer das renovierte Geschäft als „Hamburger Engros Lager“.
1899 heiratete Robert seine Frau Frieda und innerhalb von vier Jahren war die Familie mit Sohn Adolf (1901) und Tochter Gertrud (1904) vollständig. Im selben Jahr kaufte die Familie das Nachbarhaus, um zu expandieren. Ein Jahr später eröffneten die Meyers das vergrößerte Kaufhaus. 1913 übernahm nun der Sohn Robert die Firma und führte sie erfolgreich weiter. Gute zehn Jahre später kaufte er ein dreistöckiges Wohnhaus am Großen Plan. Das Geschäft wurde als Familienbetrieb geführt. Frieda Meyer starb bereits 1922.

1927 beabsichtigte die Kaufhauskette Karstadt eine Ansiedlung in Celle. Robert und Adolf verpachteten ihre Räume an Karstadt und wurden Geschäftsführer des Celler Karstadt-Kaufhauses.

(Text verfasst von Nina S., Katharina und Elisabeth, Schüler*in Hölty-Gymnasium Celle)

Von 1933 bis 1945

1933 begannen der Antisemitismus und die NS-Repressalien sich auf die Arbeit auszuwirken, denn beide wurden fristlos gekündigt. Ab dann folgten schmerzvolle und brutale Jahre für die Familie Meyer. Die Kinder Adolf und Gertrud flohen nach Amerika, aber Robert gelang die Auswanderung nicht mehr, da sich der Verkauf der Wohnung und des Geschäftes zu lange hinzog. Im April 1941 verkaufte Meyer das Grundstück an den Kaufmann Gustav Müller. Am 16. März 1943 wurde Robert Meyer von Celle nach Auschwitz deportiert und dort vergast. Als Todestag ist der 31. August 1943 verzeichnet.

(Text verfasst von Nina S., Katharina und Elisabeth, Schüler*in Hölty-Gymnasium Celle)

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Datensatz erzeugt:
2024-07-30T13:11:09Z
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2024-08-20T08:55:49Z
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Friedhof
Jüdischer Friedhof Neuenhaus
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Jüdischer Friedhof Neuenhaus

Anschrift:
Wittenkamp 10
49828 Neuenhaus

Kurzbeschreibung

Dieser Friedhof wurde vermutlich im 17. Jahrhundert angelegt und 1822 erstmals erwähnt. Heute sind ca. 56 Grabsteine aus der Zeit zwischen 1764 und 1942 erhalten. Weitere Informationen finden Sie im Denkmalatlas Niedersachsen des NLD.

Allgemeine Hinweise zur Besichtigung jüdischer Friedhöfe:
Für den Besuch jüdischer Friedhöfe gelten einige Regeln, die alle Besucher*innen einhalten sollten. Männliche Besucher müssen eine Kopfbedeckung tragen; das Betreten von Gräbern soll vermieden werden; Essen und Trinken ist nicht gestattet. An jüdischen Feiertagen sowie am Schabbat (Freitagnachmittag bis Samstagabend) ist der Friedhofsbesuch untersagt. Manche Friedhöfe sind verschlossen, bitte wenden Sie sich für eine Besichtigung an die entsprechenden Ansprechpartner*innen. Vielerorts werden Führungen über den Friedhof angeboten. Informationen hierzu können Sie der Lokalpresse oder der Internetseite der politischen Gemeinde entnehmen.
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Literatur zur Einrichtung:
https://www.grafschafter-geschichte.de/judenfriedhof, https://www.grafschafter-geschichte.de/judenfriedhof

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2024-08-29T14:51:26Z
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2024-08-29T14:53:30Z
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Wohnort
Wohnhaus Familie Herzfeld

Wohnhaus Familie Herzfeld

Anschrift:
Schwicheldtstraße 19 A
29221 Celle

Kurzbeschreibung

Die Familie Herzfeld wohnte ab 1930 in diesem Haus.
Digitaler Spaziergang Celle:

Von 1933 bis 1945

Ende 1930 zog die Familie Herzfeld in das eigene neu gebaute Haus in der Schwicheldtstraße 19 A.

Als 1933 die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernahmen, wurden jüdische Rechtsanwälte erstmals boykottiert, weshalb sie nur noch wenige Klient*innen hatten und wenig Einkommen erzielen konnten. Die Kanzlei von der Wall wurden von der Mühlenstraße in die Herzfeldsche Privatwohnung in der Schwicheldtstraße verlegt. Herzfeld profitiert von der sogenannten „Frontkämpferregelung“, die deutsch-jüdische Kriegsteilnehmer zunächst vor harter Verfolgung schützte.

(Text verfasst von Tom und Amy, Schüler*innen Hölty-Gymnasium Celle)

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Stolperstein
Stolperstein Manfred Herzfeld
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1/2

Stolperstein Manfred Herzfeld

Anschrift:
Schwicheldtstraße 19 A
29221 Celle

Kurzbeschreibung

In der Schwicheldtstraße 19 A liegen die Stolpersteine für das Ehepaar Dr. Manfred und Hedwig Herzfeld und ihre gemeinsame Tochter Eva Herzfeld.
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Stolperstein
Stolperstein Julius Wexseler
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1/2

Stolperstein Julius Wexseler

Anschrift:
Hehlentorstraße 14
29221 Celle

Kurzbeschreibung

Heute erinnern 7 Stolpersteine in Celle an die Familie Wexsler.
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Stolperstein
Stolperstein Anna Wexseler
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1/2

Stolperstein Anna Wexseler

Anschrift:
Hehlentorstraße 14
29221 Celle

Kurzbeschreibung

Heute erinnern 7 Stolpersteine in Celle an die Familie Wexsler.
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Museum
Felix-Nussbaum-Haus
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1/3

Felix-Nussbaum-Haus

Anschrift:
Lotter Straße 2
49078 Osnabrück
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 11.00 bis 18.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10.00 bis 18.00 Uhr
E-Mail:
museum@osnabrueck.de
Telefon:
+495413232207
Homepage:
Museumsquartier Osnabrück (zuletzt eingesehen am 17.01.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Das Felix-Nussbaum-Haus, ein Museum und Gedenkort für den 1944 im KZ Auschwitz getöteten Maler, richtet seit dem Jahr 2011 Workshops und Konzerte zu Jiddischer Musik aus.
Ein gesellschaftspolitisches Museum – so könnte man das Felix-Nussbaum-Haus im MQ4 auch bezeichnen. Das Werk des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum steht in einem einzigartigen Bezug zum Projekt des Museumsquartiers als Friedenslabor: Es gemahnt an den Holocaust. Nussbaums Bilder behandeln Flucht, Vertreibung, Krieg. Sie fragen nach kultureller und religiöser Identität – Themen, die höchst aktuell sind und für ein friedliches Miteinander immer wieder gesellschaftlich neu verhandelt werden müssen.

In Wechselausstellungen greifen wir diese Themen auf, befragen Nussbaums Werk immer wieder neu und bringen es in einen Dialog mit anderen, zeitgenössischen Künstlerpositionen. Das vom amerikanischen Architekten Daniel Libeskind entworfenen Gebäude schafft für diese Auseinandersetzungen einen intensiven räumlichen Kontext.

Nussbaums Werke, Libeskinds Architektur, wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungsformate wie die jiddische Musikreihe, Lesungen und Zeitzeugengespräche machen das Felix-Nussbaum-Haus zu einem Museums-Ort mit entschiedener friedensthematischer Haltung: gegen Unterdrückung und Gewalt, für Menschenwürde, Versöhnung und ein friedliches Miteinander.
Baugeschichte:
fertiggestellt: 1994 - 1998
Das Festjahr in Niedersachsen im Rückblick - Projekte:

Jiddisch. Einige denken da zuerst an altertümliche Begriffe wie Schlamassel, Tacheles, Maloche und Mischpoke. Anderen fällt dazu die Klarinette mit ihrem unverwechselbaren Klezmer-Klang ein. Die Assoziationen sind zahlreich – und bezeugen ein kollektives Gedächtnis großer Gemeinsamkeiten.

Jiddische Lieder sind die Ausprägung einer Kultur, die über Jahrhunderte ein bedeutender Teil des europäischen Lebens war und die durch die Diktatur des Nationalsozialismus nahezu vollständig ausgelöscht wurde. Gegenwärtig erlebt die jiddische Musik, insbesondere die Klezmermusik, einen eindrucksvollen Aufschwung.

Auch dieses Jahr findet die „Jiddische Musikreihe“ statt. Das Ziel der Konzerte und Werkstattgespräche ist es, jüdisches Leben erlebbar zu machen und für ein tieferes Verständnis zu sorgen. Einzelschicksale, Geschichten von Menschen mit außergewöhnlichen Lebenswegen, stehen im Mittelpunkt der Reihe. Die Mitwirkenden zeigen, wie vielfältig jüdisches Leben in Deutschland ist. Ihre Suche nach den eigenen Wurzeln, die Frage der Identität und der Heimat(losigkeit), sind in unserer Gegenwart aktueller denn je.

Den Auftakt macht Daniel Kahn. Lieder, die soziale Ungerechtigkeit anprangern, sind sein Markenzeichen und am liebsten singt er sie auf Jiddisch. Die traditionellen jiddischen Arbeiterlieder und Protestsongs hat er sich längst einverleibt. Daniel Kahn reichert sie an mit eigenen englischen Übersetzungen und macht diese Musik so auch denen zugänglich, die kein Jiddisch verstehen.

Angesichts weltweit wachsender sozialer Ungleichheit und eines immer rabiateren Antisemitismus wird deutlich, wie hochaktuell und relevant diese alten Protestlieder bis heute sind. Am 22. Juli 2021 ist Daniel Kahn im Felix-Nussbaum-Haus mit seinem eigens für die Veranstaltungsreihe „Jiddische Klangperspektiven“ zusammengestelltem Konzertprogramm, und besingt eine freie und gerechtere Welt, für die er unermüdlich eintritt.

Bereits am 07. August 2021 folgt Inge Mandos. Sie belebt verschollene Stimmen aus der Vergangenheit, die auf Wachswalzen festgehalten sind und den beschwerlichen Alltag, Elend und Not, aber auch Momente des Glückes und der Freude besingen, wieder zum Leben. Dabei verschafft sie den alten Stimmen nicht nur Gehör, indem sie mit ihnen gemeinsam singt, sondern gibt ihnen auch eine Identität. Denn es ist ihr gelungen, die Nachfahren der Sängerinnen und Sänger aufzuspüren und zu treffen. In einem Werkstattgespräch mit Filmausschnitten, Fotos und Live-Musik berichtet Inge Mandos von ihrer einmaligen, musikalischen Reise in eine vergangene Welt, von vergessenen Lebensgeschichten und berührenden Begegnungen. Dabei begleitet wird sie von dem Ensemble Waks.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderten in den 1990er Jahren Hunderttausende jüdischer Familien aus der ehemaligen UdSSR nach Israel, Deutschland und Nordamerika aus. Die Familie der Sängerin Sveta Kundish war Teil dieser großen Auswanderungswelle. Sie verließ die Ukraine und ging 1995 nach Israel. Später entdeckten Svetas Eltern eine Reihe von alten Tonbändern mit Aufnahmen von Svetas Großvater aus den 1970er und 1980er Jahren: Aufnahmen, die mehr als vierzig Jahre überdauert hatten und das Alltagsleben, die Lieder und Geschichten ihrer Familie im Shtetl Owrutsch in der Ukraine wiedergeben – als Teil des jüdischen Lebens dort, das fast vollständig verschwunden ist. Von diesen Aufnahmen inspiriert, erzählen Sveta Kundish und Akkordeonist Patrick Farrell am 25. September 2021 die Geschichte der ukrainisch-jüdischen Familie von Svetas Urgroßvater. Verwoben mit dieser Geschichte sind jiddische, hebräische, russische, ukrainische und deutsche Lieder, die das Duo live vorträgt oder die mit Hilfe der Tonbandaufnahmen aus der Vergangenheit geholt werden. Familienfotos aus den letzten hundert Jahren, auf Leinwand projiziert, vermitteln dem Publikum einen Einblick in das jüdische Leben der Ukraine in den Jahren der Sowjetunion und in die Erfahrungen vieler während der Emigration danach.

Der Autor, Filmemacher und Musikethnologe Uwe von Seltmann berichtet am 30. Oktober 2021 in einem multimedialen Vortrag, wie sich jiddische Sprache und Lebenshaltung musikalisch artikulieren. Er erzählt anhand von Hörbeispielen, Fotos, Faksimiles und Filmausschnitten u.a. über den „Vater des jiddischen Liedes,“ Mordechai Gebirtig und andere Protagonisten, die die jiddische Kultur maßgeblich prägten. Gebirtig wurde 1942 im Krakauer Ghetto von Nationalsozialisten ermordet. Seine Lieder sind ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur und werden weltweit von namhaften Künstler*innen interpretiert. Die Protestlieder haben angesichts des wachsenden Antisemitismus ihre Relevanz und Aktualität behalten. Mit Bildmaterial und Zeitzeugnissen erschließt von Seltmann die Rolle Gebirtigs und anderer Kulturschaffender im Krakauer Kulturleben, das Netzwerk, ihren Zorn, ihr Leiden an Demütigungen aller Art, aber auch ihre Würde.

Der deutsche Volksdichter Heine und der griechische Komponist Manos Hadjidakis haben mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt: Beide waren Exilanten, Kosmopoliten und überzeugte Europäer. Heine machte aus der Alltagssprache Lyrik. Hadjidakis führte Rembetiko, „den politischen Blues Griechenlands“ in die zeitgenössische Kultur ein. Heines Texte und Hadjidakis’ Lieder sind in unzählige Sprachen übersetzt. Einen multilingualen Ansatz verfolgt auch das Ensembe „Stella‘s Morgenstern“ mit seinen Heine-Vertonungen. Die Herkunft der Musiker*innen reicht von Deutschland über Chile und Zypern, Ägypten bis nach Israel. Dazu mischen sie unterschiedlichste Stile, denn sie denken ihre Musik jenseits nationaler Grenzen und Nationalstaaten. Die Sängerinnen Gwen Leo-Allen (GB/DE) und Stella Tzianiou (GR/DE) haben sich intensiv mit Hadjidakis‘ Werk auseinandergesetzt und kooperieren erstmals mit Stella‘s Morgenstern. In der Begegnung mit Heine und Hadjidakis beziehen die Musiker am 20. November 2021 klar Position für Europa, gegen Ausgrenzung und Rassismus. Für dieses Konzerterlebnis werden erstmals Lieder von Hadjidakis auf Jiddisch uraufgeführt, die jiddischen Übersetzungen hat Daniel Kahn extra für diesen Anlass verfasst. Außerdem werden Heine und Hadjidakis auf Hebräisch, Deutsch, Englisch, Griechisch, Türkisch, Spanisch und natürlich auf Jiddisch gesungen.

Quellennachweis:
„Eintausendsiebenhundert Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Projekte zum Festjahr aus Niedersachsen“. Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Hannover, 2021. GBV
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Denkmal
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1/3

Skulptur/Plastik "Schalom"

Anschrift:
Rohkammallee
38667 Bad Harzburg
Anreise:
Rohkammallee, unterer Badepark

Kurzbeschreibung

Die Plastik von Peter Moosmann stand seit 1995 zunächst im Garten des ehem. Hotels Ernst August, das ab 1921 vor allem jüdische Kurgäste besuchten.
Baugeschichte:
erbaut: 1995 - 1995
IJN-Landkarte:

Die Plastik von Peter Moosmann stand seit 1995 zunächst im Garten des ehem. Hotels Ernst August, das ab 1921 vor allem jüdische Kurgäste besuchten. Im November 1938 war es Schauplatz brutaler Übergriffe gegen den Betreiber und die Gäste; anschließend wurde es „arisiert“. 1946 bis 1950 war ein jüdisches Erholungsheim eingerichtet, in das bis etwa 1950 KZ-Überlebende kommen konnten. Im Mai 1948 feierte der Rat der jüdischen Gemeinden der britischen Zone hier die Gründung des Staates Israel.

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Museum
Städtisches Museum Göttingen
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1/5

Städtisches Museum Göttingen

Anschrift:
Ritterplan 7/8
37073 Göttingen
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10.00 bis 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat bis 19.00 Uhr
Homepage:
Städtisches Museum Göttingen (zuletzt eingesehen am 17.01.2024)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Das Städtische Museum Göttingen ist eines der ältesten stadt- und kulturgeschichtlichen Museen Niedersachsens. Seit 1896 ist der Hardenberger Hof, das letzte erhaltene Renaissance-Adelspalais der Stadt, das Zentrum des Museums, in dem das materielle Erbe der Stadt Göttingen gesammelt, bewahrt, erforscht und präsentiert wird. Die kulturgeschichtlichen Sammlungen zählen über 150.000 Objekte, die von der Ur- und Frühgeschichte über das Mittalter bis in die Gegenwart reichen.

Autor*in: Iris Olszok
Sammeln - Museumsobjekte:

Bereits bei Gründung des Museums arbeitete Moriz Heyne eng mit der damaligen jüdischen Gemeinde der Stadt zusammen und wurde von dieser durch private Objektspenden und einer Geldspende des Deutsch-Israelitischen Vereins Göttingen beim Aufbau der stadtgeschichtlichen Sammlung unterstützt. Für die Anfangsjahre des Museums (1889-1897) sind zehn Jüd*innen als Stifter*innen nachgewiesen, die insgesamt 36 Objekte stifteten. Darunter befindet sich Judaica, aber auch Alltagsstücke wie Münzen, Schuld- und Postscheine, Drucke, Handwerkszeug und eine Tabakpfeife. Für den Eingang von Judaica war vor allem der Umzug der Sammlung in den Hardenberger Hof 1896 zentral, da Moriz Heyne hier einen eigenen Raum für „Israelische Altertümer“ einrichtete. Dafür stiftete der Deutsch-Israelitische Vereins Göttingen (Gründer und Vorsitzender: Benno Jacob) dem Museum 100 Mark, sowie später 30 Mark für den Ankauf von zwei Bronzenen Synagogen- bzw. Sabbat-Leuchtern. Nach der Einrichtung des Raumes stifteten Mitglieder der jüdischen Gemeinde vermehrt Judaica (Tora-Vorhänge, Tora-Wimpel, Sabbat- und Channuka-Lampen, Hochzeitsringe, ein Beschneidungskasten). Die Korrespondenz zwischen Moriz Heyne und seinem Stellvertreter Cuno Rumann zeigen, dass die Stifter*innen neben den materiellen Objekten auch ihr Wissen über die Bedeutung der Objekte an das Museum weitergaben („[…] was die Bezeichnung Sederschüssel betrifft, so bekenne ich auch meine gänzliche Unwissenheit; wir werden aber durch unsere jüdischen Freunde schon Belehrung erfahren.“ Moriz Heyne an Cuno Rumann, 04.08.1899, in: Städtisches Museum Göttingen, Chronik 1897, Objekt: JC. 1899/270).

Mit der Einrichtung des Raums für „Israelische Altertümer“ im Hardenberg Hof dürfte das Städtische Museum Göttingen nach Jens Hoppe das erste historische Museum Deutschlands gewesen sein, dass diesen einen eigenen Raum widmete und sie gezielt sammelte (vgl. Jens Hoppe: Jüdische Geschichte und Kultur in Museen. Zur nichtjüdischen Museologie des Jüdischen in Deutschland, Münster 2002, S. 20).

In dem Zeitraum von 1893 bis 1917 kamen durch das Engagement von Jüd*innen aus Göttingen und der näheren Umgeben Objekte mit konkretem Bezug zur Göttinger Stadtgeschichte und lokalen jüdischen Gemeinden in das Museum. Bei den bisher erforschten Objekten handelt es sich größtenteils um Objekte aus religiös-rituellem Kontext, sowohl häuslichen aus auch synagogalen Ursprungs. Der Eingang von säkularen Alltagsgegenständen und persönlichen Zeugnissen durch Göttinger Jüd*innen ist bisher nur für die Anfangsjahre des Museums (1889-1897) näher erforscht. Der Zeitraum belegt jedoch, dass neben Judaica durchaus auch Alltagsgegenstände gestiftet wurden.
Während der NS-Zeit wurde die Sammlung eingelagert und ausgeblendet. Gleichzeitig kam Besitz jüdischer Familien aus Göttingen im Kontext von NS-Arisierungspolitik in das Städtische Museum. Anfang der 1970er Jahre wurden sie im Zuge einer Sonderausstellung zu jüdischem Kultgeräten ausgestellt. In den frühen 1980er Jahren wurden die älteren Judaica-Objekte wieder in die Dauerausstellung integriert.

Ein zweiter Teilbereich der Judaica-Sammlung des Städtischen Museums Göttingen wurde zwischen 1990 und 2003 erworben. Im Kontext der allgemein einsetzenden medialen Debatte über die NS-Judenverfolgung wurden in diesem Zeitraum von den damaligen Museumsleitern Objekte erworben, die das religiöse Judentum repräsentieren sollten, jedoch keinen Bezug zur Stadtgeschichte oder Göttinger Jüd*innen haben.

Tora-Wimpel-Sammlung: Eine Besonderheit in der Judaica-Sammlung des Städtischen Museum Göttingen stellt die große Sammlung an Tora-Wimpeln dar.
Der erste Wimpel wurde dem Museum 1897 von Siegfried Benfey gestiftet. Benfey war zu der Zeit Mitglied des ebenfalls von Moriz Heyne gegründeten Vereins für die Geschichte Göttingens, der als Freundeskreis des Museums fungierte. Weiterhin war Benfey Teil der 1893 gegründeten Verwaltungskommission des Museums und verwaltete die Bankgeschäfte des Museums.

In den folgenden Jahren kamen weitere Wimpel in die Sammlung. Bereits 1897 wurde in einer Schätzung der Sammlung ein Wert von 1000 Mark für eine „Collection von gestickten und gemalten Thorawimpel v. 1646 bis 1829“ angegeben. Ab 1917 erweiterte sich die Sammlung erheblich durch den Ankauf einer größeren Sammlung aus der Synagoge zu Adelebsen. Der jüngste Wimpel ist auf das Jahr 1838 datiert. Insgesamt handelte ist sich vermutlich um 18 Wimpel aus Adelebsen, womit die Sammlung an Tora-Wimpeln im Städtischen Museum Göttingen seit 1917 insgesamt 28 Objekte zählte.

Die erhaltene Sammlung wurde 2021 anlässlich des Festjahres „321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ im Zuge einer Sonderausstellung präsentiert. Ebenfalls 2021 erschien der Sammlungskatalog „Stadt Göttingen – Städtisches Museum Göttingen (Hg.): Gestickte Pracht – Gemalte Welt. Die Sammlung der Tora-Wimpel im Städtischen Museum Göttingen, Göttingen 2021“. Der digitalisierte Sammlungsbestand ist zweisprachig unter tora-wimpel-goe.de/sammlungsbestand/ abrufbar, Impressionen der Ausstellung und kurze Interviews unter anderem mit Michal S. Friedlander, Kuratorin für Judaica und Angewandte Kunst am Jüdischen Museum Berlin, Studierenden vom Verband jüdischer Studierenden Nord e. V., der Textilrestauratorin Ada Hinkel und Historiker*innen des Städtischen Museums Göttingen unter tora-wimpel-goe.de.

Autor*in: Iris Olszok

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Das Festjahr in Niedersachsen im Rückblick - Projekte:

Gestickte Pracht und gemalte Welt – Tora-Wimpel-Sammlung

Das Städtische Museum Göttingen präsentiert im Festjahr eine besondere Attraktion. Vom 18. Juni bis zum 17. Oktober 2021 ist dort eine Auswahl einzigartiger Tora-Wimpel erstmals zu sehen.

Tora-Wimpel sind religiöse Textilien aus der jüdischen Tradition, die vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitet waren. Es handelt sich um knapp drei Meter lange Leinenstreifen, die aus den Beschneidungswindeln eines jüdischen Jungen angefertigt und mit dem Namen des Jungen und seines Vaters, mit Segenssprüchen sowie ornamentalen und figürlichen Verzierungen bestickt oder bemalt werden. Beim ersten Synagogenbesuch des Jungen werden die Tora-Rollen mit diesem Wimpel umwickelt.

Die Tora-Wimpel sind sowohl Ausdruck individueller Kreativität und persönlichen Glaubens wie auch Dokumente einer tiefen Verbundenheit mit der Gemeinde.

Die Wimpelsammlung im Städtischen Museum Göttingen umfasst 28 Exemplare aus einer Zeit zwischen 1690 und 1838. Herausragend ist die Sammlung zum einen wegen der handwerklichen und ästhetischen Qualität der Objekte, zum anderen durch die Besonderheit, dass nahezu alle Tora-Wimpel konkreten Personen oder Familien zugeordnet werden können.

Durch ihre starke Wirkungskraft sind die Tora-Wimpel ganz besondere Zeugnisse jüdischen Lebens. Ihr buntes Bildprogramm eröffnet Einblicke in die Glaubenswelt der jüdischen Bevölkerung und in ihr alltägliches Leben in den ländlichen Gegenden rund um Göttingen. Anhand der mit ihnen verbundenen Namen und Familien dokumentieren sie Jahrhunderte der Beschränkungen und Unterdrückung, gleichzeitig aber auch der Emanzipation und teilweisen Assimilation.

Quellennachweis:
„Eintausendsiebenhundert Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Projekte zum Festjahr aus Niedersachsen“. Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Hannover, 2021. GBV
Wussten Sie schon, dass sich das Gebäude des Städtischen Museums im sogenannten Hardenberger Hof, aus dem Jahr 1592, befindet, dem einzigen in Göttingen erhaltenen Adelspalais aus der Renaissance?
Allerdings sind wegen einer langanhaltenden Sanierung die Ausstellungsflächen aktuell sehr reduziert und wir mussten unsere Ausstellung stark begrenzen. Passend zum Hardenberger Hof zeigen wir Ihnen:
Stadt. Macht. Glaube. Göttingen im 16./17. Jahrhundert

Unsere multimediale Dauerausstellung gewährt mit stadtgeschichtlichen Objekten, Einblicke in das Leben in Göttingen vor 400 Jahren, eine bewegte Zeit voller Veränderungen und Umbrüchen in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Glaube. Die große Sammlung sakraler Kunst aus der Region beherbergt einzigartige Skulpturen und ist in diese Präsentation integriert.

Sonderausstellungen zeigen im Wechsel Stadtgeschichtliche Themen mit überregionaler Bedeutung, Sammlungsschwerpunkte des Hauses, oder präsentieren Forschungsergebnisse.

Quellennachweis:
Städtisches Museum Göttingen (zuletzt eingesehen am 22.06.2023)

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Literatur zur Einrichtung:
https://museum.goettingen.de/museumdigital/gestickte-pracht-gemalte-welt-2/, https://museum.goettingen.de/museumdigital/gestickte-pracht-gemalte-welt-2/
Gestickte Pracht – gemalte Welt, die Sammlung Tora-Wimpel im Städtischen Museums Göttingen = Embroidered splendour painted word : the collection of Torah Binders at the Municipal Museum Göttingen, 2021, GVK
Olszok, Iris "... im Interesse der Stärkung des Bürgergeistes und der historischen Forschung...", Die Anfänge des Städtischen Museums Göttingen, Göttinger Jahrbuch, 2022, GVK
Hoppe, Jens Jüdische Geschichte und Kultur in Museen, zur nichtjüdischen Museologie des Jüdischen in Deutschland, Internationale Hochschulschriften, 2002, GVK

Administrative Angaben

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Gewerbliche Einrichtungen
Konservenfabrik W. Maseberg

Konservenfabrik W. Maseberg

Anschrift:
Goslarsche Straße 61
38118 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Um 1906 wurde Familie Scheyer durch den Kauf der Konservenfabrik W. Maseberg zu einer Fabrikantenfamilie. Galka Scheyer profitierte von dem Unternehmen durch regelmäßige finanzielle Unterstützung.
Quellennachweis:
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

Zwei Monate nach dem Tod ihres Vaters veranlassten die Geschwister Paul, Erich und Emilie Scheyer beim Stadt-Magistrat zu Braunschweig die Neufassung der „Gewerbe-Anmeldung.“ Sie waren von nun an die gewerbesteuerpflichtigen Eigentümer der Firma W. Maseberg. Ihre Mutter Henriette Scheyer wurde in dem Dokument nicht erwähnt. Sie wohnte bei ihren Kindern in der Unternehmervilla, 1924 zog sie in eine große Wohnung an der Besselstraße 6 (siehe 2).

Als Emmy Scheyer 1910 volljährig wurde, erklärte sie den Austritt aus dem Leitungsgremium der Firma. Trotzdem war die Villa an der Goslarschestraße, die drei Geschosse mit etwa 260 Quadratmetern Fläche und Räumen von 2,8 m, 3,8 m und 3,5 m Höhe sowie einen Dachboden aufwies, ihr Zuhause, wenn sie sich in Braunschweig aufhielt. Aber sie fühlte sich dort nicht wohl. Sie reagierte allergisch auf ihre Mutter, litt an Essstörungen und verkroch sich in ein Zimmer im ersten Stock der Villa oder im Dachboden bei der „Kutschersfrau“.

Hier rahmte sie 1919 ihre eigenen Bilder, um sie im Herzoglichen Museum (siehe 12) ausstellen zu können, hier fasste sie in einem Gespräch mit ihrem jüngeren Bruder Erich den Entschluss, Alexej von Jawlensky mit Ausstellungen zu fördern, hier fühlte sie sich, umgeben von seinen Bildern, wie in einem „Karussell Jawlensky“. Ihre Schwägerin Margrit und zahlreiche Angestellte der Firma W. Maseberg halfen ihr bei dreißig Jawlensky-Ausstellungen in Deutschland und darüber hinaus. In der Unternehmervilla hingen schließlich zahlreiche Werke von Emmy Scheyer und von Gegenwartskünstlern, gesammelt von Erich und Margrit Scheyer.

Erich Scheyer arbeitete bei der Handelskammer als Sachverständiger für das Konservenwesen und überwies an seine Schwester in Los Angeles, solange es erlaubt war, eine kleine Rente, und an Jawlensky in Wiesbaden die Beträge, die sie ihm zukommen lassen wollte. Im November 1938 wurde er im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert und erst freigelassen, als seine Frau Margrit Fahrkarten nach San Francisco erworben hatte.

Hinter der Unternehmervilla entstanden im Lauf der Jahre zahlreiche kleine und große Gebäude der Firma W. Maseberg. Im Zweiten Weltkrieg wurde das ganze Ensemble zerstört.

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Touristische Informationen // Datensätze, die Sie ebenfalls interessieren könnten

Literatur zur Einrichtung:
Keßler, Katrin Galka Scheyer - a Jewish woman in international art business, Schriftenreihe der Bet-Tfila-Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, 2021, GVK

Administrative Angaben

Datensatz erzeugt:
2022-07-25T11:49:23Z
Zuletzt geändert am:
2023-08-08T10:41:04Z
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Kulturelle Einrichtungen
Herzogliches Residenzschloss

Herzogliches Residenzschloss

Anschrift:
Schlossplatz 2
38100 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Die Gesellschaft der Freunde moderner Kunst nutzte an prominenter Stelle, im Schloss, einen Saal, in dem sie zahlreiche Ausstellungen zeigte.
Quellennachweis:
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

Braunschweig war um 1920 eine Stadt, in der sich gleich zwei Personen um die Vermittlung der Gegenwartskunst bemühten, Emmy Scheyer und der ebenso passionierte, aber anders vorgehende Kaufmann Otto Ralfs. Er war 1919 als Prokurist in die Eisenwarenfirma eingetreten, die seinem Vater und einem Kompagnon gehörte. Dann entdeckte er seine Leidenschaft für moderne Kunst und erwarb zwei Werke von Kandinsky. 1922 sah er in einer Ausstellung Bilder von Paul Klee und kaufte vier davon. Er war froh, dass er durch seine Bekanntschaft mit der drei Jahre älteren Emmy Scheyer in der Lage war, Paul Klee, Alexej von Jawlensky und Wassily Kandinsky in seiner Wohnung am Petritorwall 24 zu beherbergen, wo ihre Werke hingen und wo Emmy Scheyer einer Schar geladener Gäste Lichtbilder von Gemälden zeigte, die sie nach Amerika mitnehmen wollte. Sie tat dies, obwohl sie mit Otto Ralfs schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Er war im Gegensatz zu ihr ein geschickter Briefeschreiber, Organisator und Kaufmann.

1924 verließ Emmy Scheyer Deutschland, und Otto Ralfs gründete, unterstützt durch Erich Scheyer, den Konservenfabrikanten Hermann Querner jun. und die Publizistin Charlotte Lange, die Gesellschaft der Freunde junger Kunst. Ihre erste Ausstellung mit Werken aus Braunschweiger Privatbesitz fand im Museum an der Museumstraße (siehe 12) statt. Von 1925 an stand der Gesellschaft im zweiten Geschoss des Braunschweiger Schlosses ein großer Raum zur Verfügung. Dort veranstalteten Otto Ralfs und seine Frau Käte (sie entstammte der Familie Brachvogel, welche schon früh den Mut hatte, Bilder von Charles Palmié und Gustav Lehmann zu erwerben) bis 1933 mehr als vierzig Ausstellungen der Gesellschaft der Freunde junger Kunst. Galka Scheyer erfuhr in Kalifornien immer wieder von „ihren“ Blaue Vier-Malern, die die Vernissagen besuchten oder Vorträge beim Lessingbund hielten, ob sie zufrieden waren mit dem Erfolg der Ausstellungen im Schloss oder derjenigen, die das Ehepaar Ralfs in ihrer Wohnung an der Moltkestraße 12 für geladene Gäste durchführten.

Otto Ralfs’ Kollektion von Werken Paul Klees und Wassily Kandinskys gehörte bald zu den größten weltweit. Zu diesen Arbeiten kamen solche von Feininger, Jawlensky, Modersohn-Becker, Mondrian, Nolde, Picasso, Rohlfs und vielen anderen.

Als Otto Ralfs’ Firma in der Weltwirtschaftskrise Konkurs anmelden musste, bat Kandinsky Galka Scheyer, eines oder mehrere seiner Werke aus der Sammlung Ralfs in Amerika anzubieten, damit diesem großen Braunschweiger Kunstförderer geholfen werde. Weil Kandinsky dies wünschte, war sie bereit dazu und hatte Erfolg. Sicher erfuhr sie auch noch, dass die Sammlung Ralfs im Zweiten Weltkrieg verloren ging, die eine Hälfte durch die Bombardierung der Braunschweiger Innenstadt, die andere Hälfte durch die Plünderung eines Depots in Ostpreußen, wo Otto Ralfs seine geliebte junge Kunst sicher aufgehoben glaubte. Erhalten blieb aber das Gästebuch des Ehepaars Ralfs mit Eintragungen vieler heute berühmter Künstler (im Städt. Museum, siehe 22).

Quellennachweis:
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV
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Literatur zur Einrichtung:
Keßler, Katrin Galka Scheyer - a Jewish woman in international art business, Schriftenreihe der Bet-Tfila-Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, 2021, GVK

Administrative Angaben

Datensatz erzeugt:
2022-07-26T16:33:42Z
Zuletzt geändert am:
2023-08-02T12:29:06Z
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2026-01-14T09:37:13+01:00

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Wohnort
Kindheit am Monumentsplatz

Kindheit am Monumentsplatz

Anschrift:
Löwenwall 4b
38100 Braunschweig

Kurzbeschreibung

Ihre Kindheit im Alter von drei bis elf Jahren verbrachte Emmy Scheyer in diesem Haus am Monumentsplatz, wo die Familie die Wohnung im ersten Obergeschoss gemietet hatte.
Quellennachweis:
Themenweg Galka Scheyer in Braunschweig:

1892 konnte Familie Scheyer von der Okerstraße (siehe 13) an den Monumentsplatz umziehen. Er war bei der Umgestaltung der Wallanlagen durch Peter Joseph Krahe angelegt worden, wurde zur Augusttor-Promenade gezählt und manchmal mit, manchmal ohne Genitiv-s geschrieben. Seit 1904 wird der Monumentsplatz Löwenwall genannt.

Der Wohnsitzwechsel bedeutete für Familie Scheyer einen sozialen Aufstieg und Prestigegewinn. Ihre neuen Nachbarn waren der Verlagsbuchhändler Friedrich Westermann, ein Rittmeister a.D. Wilhelm Rosenthal, ein Oberbaurat, der Landstallmeister a.D. Carl v. Walbeck und der ehemalige Hofbäcker Albert Koch. Die Villa Nr. 7 gehörte dem Kaufmann Louis Gerloff, bewohnt wurde sie von Freifrau Natalie v. Rheinbaben, „Oberhofmeisterin I. K. H. d. Frau Prinzessin Albrecht.“

Im Erdgeschoss des Hauses Monuments-platz 4b wohnte die Familie des Bankiers Louis Frank. Bei Familie Scheyer in der Beletage zog auch Julius Scheyer, ein Verwandter aus Bleicherode, ein, der von 1937 an der Wehrstraße (siehe 23) wohnte.

Valeska Heynemann (siehe 14, 17), die sich später Lette Valeska nannte, berichtet, ihre Schulfreundin Emmy sei „jungenhaft und unbezähmbar, wie eine kleine Wildkatze“ gewesen. Mit ihrem großen Temperament habe sie meistens ihren Willen durchgesetzt und die Mitmenschen dominiert. „Ihr Vater, den sie sehr liebte, zeigte für ihr Temperament Verständnis und ermunterte sie noch in ihrer Lebhaftigkeit.“ Valeska Heynemann fügt hinzu: „Ihre Mutter war eine Frau von eher vornehm bürgerlicher Haltung, mit allen standesgemäßen Vorurteilen der Oberklasse der kleinen Residenzstadt behaftet.“ Henriette Scheyer habe aber mit ihren Erziehungsmaßnahmen Emmys „Rebelleninstikte“ noch gefördert: „Sie wurde eher noch widerspenstiger, schrie noch lauter, tobte noch wilder herum, wenn es möglich war.“ Hinter ihrer rauen Außenseite seien aber „eine unendlich zart beschaffene Seele und ein nicht minder großes Zärtlichkeitsbedürfnis“ verborgen gewesen.

Familie Scheyer wohnte acht Jahre lang am Monumentsplatz. Ende September 1900 bezog sie am Augustplatz 10 die erste Etage. Als der Platz und seine Umgebung 1963 völlig umgestaltet wurden, blieb dieses Haus erhalten (John F. Kennedy-Platz 10). Abgerissen wurden die Häuser an der Ottmerstraße, in denen Käthe Evers und Albert Hamburger gelebt hatten. Sie zählten zu Emmy Scheyers Freundeskreis.

Quellennachweis:
K. Keßler und G. Holzgang, „Galka Scheyer in Braunschweig Auf Spuren der jüdischen Kunstvermittlerin“. Bet Tfila - Forschungsstelle für Jüdische Architektur in Europa, Braunschweig, 2021. GBV
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2022-08-02T17:27:05Z
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2023-08-08T10:38:59Z
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2026-01-14T09:37:20+01:00

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