Israel Paran
Kurzinformation
Werner besuchte das Hamelner Gymnasium für Jungen, das heutige Schiller-Gymnasium. Aus dieser Zeit – den 1920er Jahren – erinnerte er sich an freundschaftliche Beziehungen, aber auch an üble Beleidigungen. Einmal habe ein Mitschüler ihm, dem „dreckigen Juden“, ein Stück Seife schenken wollen.
Im Alter von 15 Jahren musste er verließ er die Schule vorzeitig, um bei der Teppichfabrik „oka“ eine dreijährige Lehre als Schlosser zu absolvieren. Nach einem Studienjahr in Textiltechnik stellte ihn die „oka“ als Abteilungsleiter ein. Zu Albert Blank, einem der beiden (jüdischen) Eigentümer, hatte er ein enges Verhältnis.
Werner Frankenstein war Zionist. Wenig verband den jungen Mann mit Deutschland, in dem der Antisemitismus so stark zugenommen hatte. Der unmittelbare Anlass, Deutschland zu verlassen, war seine Festnahme wegen „Führerbeleidigung“ am 31. März 1933 und ein Aufenthalt im Hamelner Gefängnis. Er kam zwar nach wenigen Tagen frei; aber der Entschluss zur sofortigen Auswanderung stand fest.
Weil er ein Handwerk gelernt hatte, gelang es dem jungen Mann vergleichsweise leicht, ein Visum für Palästina zu bekommen. Am 22. Mai 1933 ging er in Jaffa an Land.
Nun galt es für „Israel Paran“, wie er sich jetzt nannte, ein ganz neues Leben zu beginnen.
Kurzbiografie
Im Januar 1941 meldete er sich zur jüdischen Brigade der britischen Armee, um sich am Kampf gegen Nazi-Deutschland zu beteiligen. Nach dem Krieg half er Überlebenden aus den Konzentrationslagern.
Er besuchte auch die Stadt, die er zwölf Jahre zuvor hatte verlassen müssen. Er fand das Haus, in dem er geboren war; Nachbarn erkannten ihn, und er erkannte sie. Er besuchte den zerstörten Friedhof und fand den Grabstein seines Vaters zertrümmert. An der Stelle der Synagoge sah er einen Gemüsegarten.
Sein Eindruck von den Deutschen war: Keiner habe etwas getan, niemand etwas gewusst.
Israel Paran starb 1999 im Alter von 88 Jahren in seiner neuen Heimat Israel.
Quellennachweis:
Geschichte-Hameln (zuletzt eingesehen am 3.3.2026)
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