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Friedhof
Jüdischer Friedhof Wallensen (Über dem Hagen)
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Jüdischer Friedhof Wallensen (Über dem Hagen)

Anschrift:
Über dem Hagen
31020 Wallensen
Anreise:
Sehr weit außerhalb des Dorfes in südlicher Richtung in sehr hoher Lage über dem Dorf in den Feldern (in der Nähe des Wasserhochbehälters) gelegen; Umfassungsmauer in Backstein (später errichtet).

Kurzbeschreibung

Dieser Friedhof wurde bis wahrscheinlich 1927 belegt. Heute ist nur ein Grabstein erhalten. Weitere Informationen finden Sie im Denkmalatlas Niedersachsen des NLD.

Allgemeine Hinweise zur Besichtigung jüdischer Friedhöfe:
Für den Besuch jüdischer Friedhöfe gelten einige Regeln, die alle Besucher*innen einhalten sollten. Männliche Besucher müssen eine Kopfbedeckung tragen; das Betreten von Gräbern soll vermieden werden; Essen und Trinken ist nicht gestattet. An jüdischen Feiertagen sowie am Schabbat (Freitagnachmittag bis Samstagabend) ist der Friedhofsbesuch untersagt. Manche Friedhöfe sind verschlossen, bitte wenden Sie sich für eine Besichtigung an die entsprechenden Ansprechpartner*innen. Vielerorts werden Führungen über den Friedhof angeboten. Informationen hierzu können Sie der Lokalpresse oder der Internetseite der politischen Gemeinde entnehmen.
Baugeschichte:
eingefriedet: 2008 - 2008
Jüdischer Friedhof - Dokumentation:

Der eine erhaltene Stein wurde im Jahr 1991 durch Bernhard Gelderblom dokumentiert (Foto, Abschrift).

Schändung und Zustand bis heute:

Der einzige erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1917. Er wurde um 2008 aufgerichtet und ist teilweise zerstört. Weitere Grabsteine unbekannter Anzahl wurden zerstört und/oder entwendet.

Autor: Bernhard Gelderblom

Daten zur Geschichte:
• Keine
• 2021 Erinnerungs- und Informationstafel an der Kirchhofsmauer im Ortszentrum von Wallensen (Text: Bernhard Gelderblom)

Erinnerungs- und Informationstafel an der Kirchhofsmauer im Ortszentrum von Wallensen (Autor: Bernhard Gelderblom):

Der jüdische Friedhof – weit außerhalb des Ortes gelegen – ist das letzte Zeugnis des einstmals reichen jüdischen Lebens in Wallensen. Im 19. Jahrhundert lebten hier über mehrere Generationen mit den Blanks, Steinbergs, Heilbronns und Rosensterns vier jüdische Familien.
Am wirtschaftlich wichtigsten war neben der Familie Blank die Familie Steinberg. Der einzig erhaltene prächtige Grabstein für den früh verstorbenen wohlhabenden Kornhändler Siegfried Steinberg gibt davon Zeugnis. Seine Witwe, Ida Steinberg, konnte das Geschäft in Wallensen in der Zeit des Nationalsozialismus bis 1935 offen halten. Als letzte Jüdin verließ sie am 6. Oktober 1936 den Ort.
Als der Friedhof durch die Nationalsozialisten zerstört wurde, muss er voll mit Steinen gestanden haben. Einzelheiten über die Schändung und den Verbleib der Grabsteine sind nicht bekannt.
Der Friedhof ist im Besitz des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Niedersachsens. Nach jüdischem Verständnis haben Friedhöfe Ewigkeitsanspruch. Die Totenruhe darf unter keinen Umständen gestört werden.

Quellennachweis:
Gelderblom Hameln (zuletzt eingesehen am 10.10.2025)

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Verknüpfte Personen:
Literatur zur Einrichtung:
Gelderblom, Bernhard Juden in den Dörfern des Fleckens Salzhemmendorf, 2013, GVK

Administrative Angaben

Datensatz erzeugt:
2024-04-02T10:46:54Z
Zuletzt geändert am:
2025-10-16T07:59:55Z
In Portal übernommen am:
2025-11-14T09:43:14+01:00
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