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Friedhof
Jüdischer Friedhof Hemeringen (Wahrendahler Straße/Lisettenstraße)
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Jüdischer Friedhof Hemeringen (Wahrendahler Straße/Lisettenstraße)

Anschrift:
Wahrendahler Straße
31840 Hessisch Oldendorf-Hemeringen
Anreise:
Der Friedhof befindet sich an der Ecke Wahrendahler Straße / Lisettenstraße.

Kurzbeschreibung

Dieser Friedhof wurde durch die Jüd*innen aus Hemeringen belegt. Zu welcher Zeit dieser Friedhof angelegt wurde, ist nicht bekannt. Erhalten haben sich sieben Steine aus der Zeit von 1850 bis 1906. Weitere Informationen finden Sie im Denkmalatlas Niedersachsen des NLD.

Allgemeine Hinweise zur Besichtigung jüdischer Friedhöfe:
Für den Besuch jüdischer Friedhöfe gelten einige Regeln, die alle Besucher*innen einhalten sollten. Männliche Besucher müssen eine Kopfbedeckung tragen; das Betreten von Gräbern soll vermieden werden; Essen und Trinken ist nicht gestattet. An jüdischen Feiertagen sowie am Schabbat (Freitagnachmittag bis Samstagabend) ist der Friedhofsbesuch untersagt. Manche Friedhöfe sind verschlossen, bitte wenden Sie sich für eine Besichtigung an die entsprechenden Ansprechpartner*innen. Vielerorts werden Führungen über den Friedhof angeboten. Informationen hierzu können Sie der Lokalpresse oder der Internetseite der politischen Gemeinde entnehmen.
Jüdischer Friedhof - Dokumentation:

1992 dokumentierte Bernhard Gelderblom den Friedhof durch Fotos und Abschriften.

Schändung und Zustand bis heute:

Der Jüdische Friedhof Hemeringen wurde 1938 komplett zerstört. Die sieben erhaltenen Steine weisen erhebliche Zerstörungsspuren auf, teilweise sind nur Bruchstücke erhalten.

Autor: Bernhard Gelderblom

Daten zur Geschichte:
• Gründungsdatum unbekannt. Die wenigen jüdischen Bewohner*innen von Hemeringen gehörten zur Synagogengemeinde Aerzen im Landrabbinat Hannover.
• 1938 komplett zerstört
• Nach 1945 ein Restbestand an Steinen bzw. Bruchstücken wiederaufgestellt
• Aufstellung einer Erinnerungs- und Informationstafel 2025 (Text Bernhard Gelderblom)


Text der Erinnerungs- und Informationstafel für den jüdischen Friedhof in Hemeringen (Autor: Bernhard Gelderblom):

Auf dem jüdischen Friedhof von Hemeringen stehen sieben Grabsteine. Sie zeigen ganz erhebliche Zerstörungsspuren und stellen den Rest aus einem ursprünglich größeren Bestand dar. Nationalsozialisten haben den Friedhof in der NS-Zeit zerstört.

Soweit sich die Inschriften noch entziffern lassen, stammen die Steine aus dem Zeitraum 1850 bis 1906; die Namen der hier Bestatteten lauten auf Frankenstein und Weinberg.

In vielen größeren Dörfern lebten damals Jüd*innen. Sie waren zumeist als Ladenbesitzer, Vieh- und Getreidehändler und Schlachter tätig. Die Hemeringer Jüd*innen gehörten zur jüdischen Gemeinde in Aerzen und besuchten zum Schabbatgottesdienst die dortige Synagoge.

Die letzten jüdischen Einwohnerinnen Hemeringens waren Herta und Hugo Wildau. Sie konnten nicht hier ihre letzte Ruhe finden, sondern wurden 1942 zuerst in das Ghetto Theresienstadt verschleppt und schließlich am 6. Oktober 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.

„Seine/Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.“ So lautet die Abschlussformel auf jüdischen Grabsteinen.
Nach jüdischem Religionsgesetz sind Gräber Ruhestätten für alle Zeiten. Ein Friedhof ist Stätte der Ewigkeit, „Haus des Lebens“. Jüdische Gräber dürfen nicht eingeebnet werden.

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Administrative Angaben

Datensatz erzeugt:
2024-03-22T15:20:23Z
Zuletzt geändert am:
2025-10-16T07:51:07Z
In Portal übernommen am:
2025-11-14T09:42:35+01:00
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