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Friedhof
Jüdischer Friedhof Helmstedt (Magdeburger Tor)
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Jüdischer Friedhof Helmstedt (Magdeburger Tor)

Anschrift:
Magdeburger Tor
38350 Helmstedt

Kurzbeschreibung

Dieser Friedhof wurde ab 1892 bis 1955 durch die Jüdische Gemeinde Helmstedt belegt. Heute sind 19 Gräber erhalten.
In der NS-Zeit wurden hier sowjetische Zwangsarbeiter bestattet. Weitere Informationen finden Sie im Denkmalatlas Niedersachsen des NLD.

Allgemeine Hinweise zur Besichtigung jüdischer Friedhöfe:
Für den Besuch jüdischer Friedhöfe gelten einige Regeln, die alle Besucher*innen einhalten sollten. Männliche Besucher müssen eine Kopfbedeckung tragen; das Betreten von Gräbern soll vermieden werden; Essen und Trinken ist nicht gestattet. An jüdischen Feiertagen sowie am Schabbat (Freitagnachmittag bis Samstagabend) ist der Friedhofsbesuch untersagt. Manche Friedhöfe sind verschlossen, bitte wenden Sie sich für eine Besichtigung an die entsprechenden Ansprechpartner*innen. Vielerorts werden Führungen über den Friedhof angeboten. Informationen hierzu können Sie der Lokalpresse oder der Internetseite der politischen Gemeinde entnehmen.
Baugeschichte:
angelegt: 1876 - 1876
IJN-Landkarte:

Die jüdische Gemeinde ließ 1876 in der Westecke des städtischen Friedhofs ein eigenes Gräberfeld anlegen, auf dem 19 Grabstellen erhalten sind. Die beiden älteren jüdischen Friedhöfe Helmstedts sind heute nicht mehr erkennbar.

1876 bemühte sich die Jüdische Gemeinde Helmstedt um ein geschützter liegendes Gelände zur Anlage eines neuen jüdischen Friedhofs. Zu dieser Zeit nutzte die Jüdische Gemeinde Helmstedt den Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg, heute Emmerstedter Straße. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Friede beantragte, einen neuen jüdischen Friedhof im Anschluss an den am Magdeburger Tor gelegenen christlichen Friedhof der St.-Stephanie-Gemeinde auszuweisen. Da die Stadtverordneten gegen die gewünschte Überlassung des Geländes am Magdeburger Tor keine Bedenken vorbrachten, wurde das neue Areal dem Vorsteher der jüdischen Gemeinde Lous Friede 1876 "überwiesen".

Der erste Verstorbene, der 1892 hier bestattet wurde, war der ehemalige Gemeindevorsteher Louis Friede. Die letzte Bestattung erfolgte 1955.
Neben 4 namenlosen Gräbern finden sich 15 weitere mit Grabzeichen versehene Gräber, von denen zwei Drittel zweisprachige, also hebräische und deutsche Inschriften besitzen. In der NS-Zeit wurden die Gräber nicht geschändet. Ab Juli 1943 wurden auf dem Gelände sowjetische Zwangsarbeiter beigesetzt.

Der Begräbnisplatz am Magdeburger Tor befindet sich heute mit einer Fläche von 165 qm im Eigentum der Stadt Helmstedt. Er wird vom Landesverband der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen verwaltet.

Quellennachweis:
S. Weihmann, „Eine Spurensuche in Calvörde, Helmstedt und Schöningen“, Jüdisches Leben im Helmstedter Land, Bd. 1. Landkreis Helmstedt, Helmstedt, 2006. GBV

Touristische Informationen // Datensätze, die Sie ebenfalls interessieren könnten

Literatur zur Einrichtung:
Weihmann, Susanne Spurensuche in Calvörde, Helmstedt und Schöningen, Jüdisches Leben im Helmstedter Land, 2006, GVK

Administrative Angaben

Datensatz erzeugt:
2022-03-11T08:46:09Z
Zuletzt geändert am:
2025-02-05T10:20:48Z
In Portal übernommen am:
2025-11-14T09:40:56+01:00
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