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Friedhof
Jüdischer Friedhof Eimbeckhausen (Judenbrink)
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Jüdischer Friedhof Eimbeckhausen (Judenbrink)

Anschrift:
Judenbrink
31848 Eimbeckhausen
Anreise:
"Judenbrink", auch „Rendelsbrink“; in der Feldmark weit außerhalb des Ortes in nordöstlicher Richtung (Alter Postweg in Richtung Lauenau); 871 qm, als Friedhof heute nicht erkennbar.

Kurzbeschreibung

Wann der Friedhof angelegt wurde, ist nicht bekannt. Die erste Beerdigung fand nachweislich 1847 statt. Die letzte Beerdigung fand 1865 statt. Er wurde durch die Jüd*innen aus Eimbeckhausen belegt. Heute sind keine Grabsteine erhalten. 1938 wurde der Friedhof eingeebnet. Weitere Informationen finden Sie im Denkmalatlas Niedersachsen des NLD.

Allgemeine Hinweise zur Besichtigung jüdischer Friedhöfe:
Für den Besuch jüdischer Friedhöfe gelten einige Regeln, die alle Besucher*innen einhalten sollten. Männliche Besucher müssen eine Kopfbedeckung tragen; das Betreten von Gräbern soll vermieden werden; Essen und Trinken ist nicht gestattet. An jüdischen Feiertagen sowie am Schabbat (Freitagnachmittag bis Samstagabend) ist der Friedhofsbesuch untersagt. Manche Friedhöfe sind verschlossen, bitte wenden Sie sich für eine Besichtigung an die entsprechenden Ansprechpartner*innen. Vielerorts werden Führungen über den Friedhof angeboten. Informationen hierzu können Sie der Lokalpresse oder der Internetseite der politischen Gemeinde entnehmen.
Schändung und Zustand bis heute:

1938 wurde durch den Regierungspräsidenten die Schließung und Einebnung des Friedhofs angeordnet.

Quellennachweis:
Autor: Bernhard Gelderblom

Der Friedhof von Eimbeckhausen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts nur knapp 20 Jahre lang belegt. Vorher und nachher nutzten die jüdischen Bewohner*innen von Eimbeckhausen die Friedhöfe entweder in Münder oder in Lauenau.

Daten zur Geschichte:
• Gründungsdatum nicht bekannt; angeblich von der politischen Gemeinde der jüdischen Gemeinschaft kostenlos zur Verfügung gestellt
• 1847 erste nachweisbare Bestattung
• 1865 letzte nachweisbare Bestattung (seitdem benutzten die Juden aus Eimbeckhausen den Friedhof in Lauenau)
• 1938 Schließung des Friedhofs und Anordnung der Einebnung durch den Regierungspräsidenten
• 1941 Auseinandersetzungen um die Eigentumsrechte zwischen politischer Gemeinde und Realgemeinde
• seit 2003 vergebliche Bemühungen des Landesverbandes, das Grundstück zurückzuerhalten (Ablehnung einer Rückerstattung durch die Realgemeinde)

Quellennachweis:
Bernhard Gelderblom, Über die jüdischen Einwohner Eimbeckhausens und ihren Friedhof. Auf den Spuren früherer Mitmenschen, in: Söltjer. Streifzüge durch das Deister-Süntel-Tal 49, 2025, S. 19-23.
Gelderblom Hameln (zuletzt eingesehen am 09.01.2025)

Touristische Informationen // Datensätze, die Sie ebenfalls interessieren könnten

Literatur zur Einrichtung:
Gelderblom Hameln (zuletzt eingesehen am 09.01.2025) http://www.gelderblom-hameln.de/judenhameln/friedhoefe/judenfriedeimbeckhausen.php?name=eimbeckhausen, http://www.gelderblom-hameln.de/judenhameln/friedhoefe/judenfriedeimbeckhausen.php?name=eimbeckhausen

Administrative Angaben

Datensatz erzeugt:
2024-02-08T11:45:55Z
Zuletzt geändert am:
2025-10-16T07:40:47Z
In Portal übernommen am:
2025-11-14T09:42:52+01:00
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